a Serie B

Im „Stadio San VIto-Gigi Marulla“ in Cosenza macht der Rasen seit Wochen Probleme.

1.000 Kilometer für die Katz: Verona-Spiel in Cosenza abgesagt

Seit Tagen wurde über eine mögliche Verschiebung des Serie-B-Spiels zwischen Cosenza Calcio und Hellas Verona diskutiert. Schließlich kam es am Samstag zu einer Entscheidung, als allerdings nur mehr 45 Minuten bis zum geplanten Anpfiff fehlten.

Die Serie B liefert zu Saisonbeginn weiter unrühmliche Schlagzeilen. Nachdem das Teilnehmerfeld im Sommer wegen mehrerer Insolvenzanträge kurzfristig auf 19 Teams reduziert und anschließend ein Spielerstreik gerade noch vermieden wurde, sorgte eine Entscheidung am zweiten Spieltag neuerlich für Kopfschütteln.

Aufsteiger Cosenza, der sich im letztjährigen Serie-C-Playoff gegen den FC Südtirol behauptet hatte, hat seit Wochen Probleme mit dem Rasen im heimischen San Vito-Marulla-Stadion. Dieser wurde schließlich in den vergangenen Tagen in Teilen neu ersetzt. Allerdings konnten die Arbeiten nicht soweit abgeschlossen werden, dass die Verletzungsgefahr für die Spieler auf ein Minimum reduziert ist – und dies obwohl das grüne Geläuf zuletzt sogar in den Nachtstunden bearbeitet wurde.

„Alle haben gesagt, der Platz sei okay“
Nach einer Platzbesichtigung eine Dreiviertelstunde vor dem angesetzten Spieltermine wurde die Absage schließlich bekanntgegeben „Wir haben alles getan, was in unserer Macht lag. Ich kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. Alle haben mir gesagt, der Platz sei okay“, polterte Cosenzas Bürgermeister Mario Occhiuto. Die Spieler waren mit der Absage aber offenbar einverstanden.

Wieder sind die Fans die Leidtragenden

Die großen Verlierer sind – zum wiederholten Mal im italienischen Fußball – ohnehin die treuen Fans. Tausende Cosenza-Anhänger harrten vor den Stadiontoren aus, in der Hoffnung, die Serie-B-Rückkehr ihrer Schützlinge im Duell mit Erstligaabsteiger Hellas Verona feiern zu können. Die Fans des Altmeisters aus dem Veneto traf es noch schlimmer, speziell jene, die die weite Auswärtsreise nach Süditalien auf sich genommen hatten. Rund Hundert von ihnen bekamen die Nachricht der Spielabsage mit, als sie auf der Autobahn kurz vor den Toren Cosenzas waren – fast exakt 1.000 Kilometer weit entfernt von Zuhause.

Autor: fop

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