a Serie D

Die Begegnung St. Georgen gegen Union Feltre hat für einen Akteur ein Nachspiel. © F. Griessmair

„Crucco di m...“: St.-Georgen-Gegner teilt aus

Der ASC St. Georgen hat am Sonntag den ersten Saisonsieg in der Serie D eingefahren. Beim spektakulären 3:2-Sieg gegen Feltre ging es in den Schlussminuten dermaßen heiß zu, dass einem Gästespieler offenbar die Sicherungen durchbrannten.

Es lief die 90. Spielminute, St. Georgen hatte kurz zuvor den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt, da lieferten sich der „Jergina“-Verteidiger Gabriel Brugger und Marco Roveretto ein Laufduell. Der Stürmer der Bellunesen wurde am Gesicht getroffen und sackte zu Boden. Der Unparteiische und Spieler beider Teams eilten prompt herbei. Der am Rasen liegende Roveretto reklamierte lautstark und schob, in Richtung Brugger blickend, ein „Crucco di m...“ nach. Was viele der knapp 500 Zuschauer nicht mitbekamen, fand den Weg in des Schiedsrichters Ohr. Er stand nämlich direkt daneben. Nach kurzem Zögern schickte er den aufgebrachten Feltre-Akteur mit Rot unter die Dusche. Die heftigen Proteste seiner Mitspieler waren vergebens.

10 Spiele Sperre drohen

In der Nachspielzeit erzielte St. Georgen noch den viel umjubelten 3:2-Siegtreffer. Thema Nummer eins war nach Schlusspfiff aber der heftig diskutierte Platzverweis. „Feltres Kapitän kam nach dem Spiel zu mir und wollte wissen, was Roveretto gesagt hatte“, erzählt St. Georgens Spielführer Roland Harrasser, „als ich ihm die Geschehnisse geschildert habe, kam auch bei ihm die Einsicht.“
„Immer wieder fallen Begriffe wie 'Crucco' oder 'Terrone'“
Allen Beteiligten war sofort klar, dass diese verbale Entgleisung schwerwiegende Folgen haben würde. Artikel 14 der Verbandsstatuten besagt nämlich, dass jeder Spieler, der jemanden aufgrund von dessen Hautfarbe, Herkunft bzw. Religions- oder Volksgruppen-Zugehörigkeit beleidigt, mit einer Sperre von mindestens zehn Spieltagen oder eines festgelegten Zeitraums belegt wird.

Roland Harrasser war nahe am Geschehen und hat die Beleidigungen nicht überhört. © F. Griessmair

„Auf dem Fußballplatz fallen immer mal wieder Begriffe wie 'Crucco' oder 'Terrone', dabei sind die Konsequenzen jedem bekannt. Eine solche Beleidigung mag für manch einen kein großes Ding sein, aber der Schiri muss in einer solchen Situation einfach reagieren“, erklärt Harrasser. Das tat Ermal Bullari von der Schiedsrichter-Sektion Brescia am Sonntagnachmittag in St. Georgen – auch wenn das Sportliche dadurch in den Hintergrund geriet.

Autor: fop

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