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Simon Laner spielt zurzeit bei Crema – und das äußerst erfolgreich. © Social Media

Simon Laner: „Das Feuer brennt noch – auch mit 37 Jahren“

Bei seinem 22. und letzten Einsatz in der Serie A war Simon Laner 29 Jahre alt. Mittlerweile zählt der Mittelfeldspieler aus Meran 37 Lenzen. „Das Feuer brennt aber nach wie vor“, strotzt der Burggräfler noch immer vor Freude am Fußball. Heuer hat Laner sogar die Möglichkeit, noch einmal etwas ganz Besonderes zu schaffen.

In seiner Karriere als Fußballspieler ist Simon Laner viel herumgekommen. Seit einigen Jahren aber ist Südtirols bislang letzter Serie-A-Profi in Bergamo sesshaft geworden und hat dort auch mit seiner Frau Roberta eine Familie gegründet. Im Oktober letzten Jahres kam die kleine Matilde zur Welt, Sohn Kilian ist mittlerweile schon sechs Jahre alt.


Verständlich, dass sich der Fokus des Meraners verändert hat. Die Familie genießt Priorität, und doch nimmt der Fußball nach wie vor eine tragende Rolle in Laners Leben ein. Heuer kickt der langjährige Serie-A- und Serie-B-Profi bei Crema in der Serie D, wo er Woche für Woche zeigt, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. 16 Einsätze stehen ihm bisher zu Buche (und es wären noch einige mehr, hätte ihn eine Muskelverletzung Anfang des Jahres nicht anderthalb Monate außer Gefecht gesetzt). Dabei gelangen dem erfolgreichen Südtiroler Kicker fünf Treffer – für einen zentralen Mittelfeldspieler eine beachtliche Quote.

Hängt er noch ein Jahr dran?
„Physisch bin ich immer noch fit, das Feuer brennt noch“, hat Laner immer noch große Lust auf Fußball. „Es ist bisher ein schönes Jahr in Crema. Mir macht es mit Trainer Andrea Dossena viel Spaß, er war früher ein Teamkollege von mir. Nur schade, dass wir im Laufe der Meisterschaft einen Durchhänger hatten. Wir lagen lange Zeit auf Platz 1 oder 2, nun sind wir etwas zurückgefallen“, so der 37-Jährige. Die Playoffs sind aber immer noch drin. Zurzeit liegt Crema auf Rang 6, punktegleich mit Calvina, das auf Rang 5 und somit auf einem Playoff-Platz steht.

Fünf Mal traf Laner heuer ins Schwarze – und das als zentraler Mittelfeldspieler.


„Die Playoffs zu gewinnen, das hätte schon etwas“, so Laner, der es in seiner Laufbahn auf 22 Serie-A-Einsätze für Hellas Verona und Cagliari brachte. Wäre ein solcher Gewinn der krönende Abschluss seiner Karriere? „Ich habe noch nicht entschieden, ob ich noch ein Jahr dranhänge. Wenn, dann werde ich mir wohl einen Verein suchen, der näher bei Bergamo ist, denn Crema ist doch ein Stück weg von zu Hause. Ab und zu setze ich auch einen Tag aus, um mehr Zeit für die Familie zu haben“, erklärt Laner.
In den Trainerjob hineinschnuppern
Schon jetzt bastelt der Meraner, der seine ersten fußballerischen Schritte bei Virtus Don Bosco gemacht hat, an den Zukunftsplänen. „In Bergamo ist eine Academy für Fußballtalente im Entstehen. Dort werde ich als Trainer mitarbeiten. Ich möchte in erster Linie sehen, ob ein Job in diesem Bereich überhaupt etwas für mich ist. Wie die nächsten Jahre dann aussehen werden, das weiß ich nicht.“

Vier Spiele stehen im B-Kreis der Serie D noch aus. Vier Spiele, die womöglich die letzten einer grandiosen Südtiroler Fußballkarriere sind. Wobei: Bei Simon Laner weiß man nie. „Ich schaue von Tag zu Tag. Noch habe ich Lust am Fußballspielen, deshalb mache ich mir nicht zu viele Gedanken an das Danach.“

Schlagwörter: Fussball

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