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Hannes Kiem will den Blick nach vorne richten.

Virtus-Abstieg & Zukunft: Jetzt spricht Hannes Kiem

Virtus Bozen ist am vergangenen Wochenende nach der Niederlage im Entscheidungsspiel gegen Montebelluna in die Oberliga abgestiegen. Vor allem die Art und Weise sorgte im Anschluss für viele Diskussionen. Kapitän Hannes Kiem hat sich mit SportNews über dieses Thema unterhalten. Zudem sprach er über seine Zukunft.

Virtus lag im Entscheidungsspiel gegen Montebelluna mit 1:0 in Führung und hatte eigentlich alles im Griff. Doch Matteo Timpone und Manuel Rizzon ließen sich zu zwei Tätlichkeiten hinreißen und erwiesen ihrer Mannschaft einen Bärendienst. Am Ende ging das Spiel mit 1:2 verloren und Virtus muss nach 3 Jahren den bitteren Gang in die Oberliga antreten. Im Anschluss daran ging Virtus-Präsident Robert Oberrauch mit einigen Spielern hart ins Gericht.


Für Hannes Kiem, der das Entscheidungsspiel wegen einer Sperre von der Tribüne aus verfolgen musste, ist der Abstieg auch mit einigen Tagen Abstand immer noch schwierig zu verkraften. „Es tut brutal weh. Wir haben bis zum Schluss gekämpft. So abzusteigen, ist unglaublich bitter. Was Timpone und Rizzon getan haben, war sicherlich nicht akzeptabel. Doch ihnen alleine die Schuld für den Abstieg zuzuweisen, wäre nicht richtig. Wir haben alle zusammen über das ganze Jahr viele Sachen falsch gemacht. Der Abstieg ist extrem ärgerlich für den ganzen Verein und auch für den Südtiroler Fußball“, sagte Kiem im Gespräch mit SportNews.

„Über die ganze Saison gesehen, haben wir aber zu viele Fehler gemacht.“
Hannes Kiem über den Abstieg

Der Abwehrchef wollte keine Ausreden suchen, hielt aber auch folgendes fest. „Mit insgesamt 14 englischen Wochen sind wir körperlich sicherlich an unsere Grenzen gegangen. Auch mental wirkte die Mannschaft müde. Trotzdem hätten wir es am Ende in der eigenen Hand gehabt. Über die ganze Saison gesehen haben wir aber zu viele Fehler gemacht.“

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Wie geht es bei Virtus Bozen weiter?
Wie es bei Virtus weitergeht, steht noch in den Sternen. Viele Spieler könnten den Verein verlassen. Noch gibt es für die Talferstädter aber die Möglichkeit, eine Anfrage auf Wiederaufstieg beim Verband zu stellen. Falls der Verein im nächsten Jahr in der Oberliga spielt, gehen viele von einem Umbruch aus. Wie dieser dann aussehen würde, ist unklar. Genauso wie die Zukunft von Kiem: „Ich werde sicherlich weiter Fußball spielen. Wo, weiß ich noch nicht. Mein erster Ansprechpartner ist immer Virtus Bozen. Es hängt davon ab, wie es mit dem Verein weitergeht. Was will man beispielsweise in der Oberliga erreichen? Hat der Verein wieder die Ambition aufzusteigen? Es sind noch viele offene Fragen zu klären.“

„Mein erster Ansprechpartner ist immer Virtus Bozen.“
Hannes Kiem über seine Zukunft

Der 36-jährige Vinschger wird immer wieder mit einem Wechsel zu Landesligist Naturns in Verbindung gebracht. „Diese Gespräche gibt es bekanntlich bereits seit Jahren (lacht). Die Verantwortlichen von Naturns haben in den letzten Wochen aber nie Druck auf mich ausgeübt und Verständnis für meine Situation aufgebracht. Aber wie gesagt: Virtus bleibt mein erster Ansprechpartner. Meine Zukunft hängt davon ab, wie der Verein in den nächsten Wochen seine Zukunft plant. Dann wird es auch eine Entscheidung geben.“

Schlagwörter: Fussball

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