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Die Vorwürfe einer erkauften Weltmeisterschaft wiegten schwer auf dem deutschen Image der letzten Jahre. © APA/afp / MATTHIAS HANGST

Keine Beweise für gekaufte WM-Vergabe 2006

Die vom Deutschen Fußball-Bund beauftragten Ermittler haben einem Medienbericht zufolge keine Belege für ein gekauftes Sommermärchen gefunden. „Beweise für einen Kauf von Stimmen von FIFA-Exekutivkomitee-Mitgliedern bei der Vergabe der WM 2006 nach Deutschland finden sich darin nicht“, schrieb die „Sport Bild“ über den 125-seitigen Untersuchungsbericht.

Auch sei in dem Bericht ungeklärt geblieben, was mit den 6,7 Millionen Euro geschehen sei, die über Umwege zum inzwischen lebenslang gesperrten FIFA-Vizepräsidenten Mohamed Bin Hammam aus Katar gekommen seien, hieß es. Im Februar hatte die FIFA-Ethikkommission ein Verfahren gegen die früheren Funktionäre Theo Zwanziger, Franz Beckenbauer und Horst R. Schmidt eingestellt. Der DFB hatte die Firma Esecon im Mai des vergangenen Jahres beauftragt, für Aufklärung in der Sommermärchen-Affäre zu sorgen.


Im Kern geht es in der Affäre um eine Überweisung des Deutschen Fußball-Bundes im April 2005 in Höhe von 6,7 Millionen Euro über die FIFA an den inzwischen gestorbenen Unternehmer Robert Louis-Dreyfus. Im Jahr 2002 hatte Beckenbauer ein Darlehen von Louis-Dreyfus in gleicher Höhe erhalten, das letztendlich auf Konten des einstigen FIFA-Finanzchefs Mohamed bin Hammam verschwand. Wofür, ist bis heute noch unklar. Alle Beschuldigten hatten die Vorwürfe stets bestritten.

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