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Jack Charlton ist im Alter von 85 Jahren gestorben © FIRO/SID

Englands Fußball-Weltmeister Jack Charlton gestorben

Der englische Fußball trauert um Jack Charlton.

Der Weltmeister von 1966 starb am Freitag nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren. Das gab sein langjähriger Verein Leeds United am Samstag bekannt.

Leeds war Charltons einzige Station als Aktiver. In 23 Jahren spielte der ältere Bruder von Englands Legende Bobby Charlton 773-mal für den Klub. Zusammen gewannen die Charlton-Brüder das WM-Finale 1966 in Wembley gegen Deutschland mit 4:2.

„Big Jack“ in Irland
Nach dem Ende seiner Karriere als Spieler 1973 arbeitete er auch als Trainer. Seine erste Station war der Zweitligist FC Middlesbrough. Gleich in seiner Premierensaison als Trainer 1973/74 stieg er mit Middlesbrough in die erste Liga auf und wurde als erster Zweitliga-Coach überhaupt zum Trainer des Jahres in England gewählt.

Von 1986 bis 1995 trainierte er die irische Nationalmannschaft. In Irland wird „Big Jack“ bis heute vergöttert, weil er das Underdog-Team ausgerechnet als englischer Trainer zu den Endrunden der EM (1988) und WM (1990 und 1994) führte.

Mit Irlands Nationalmannschaft gewann er 1988 bei der Europameisterschafts-Endrunde in Deutschland die erste Partie ausgerechnet gegen England mit 1:0. Das Halbfinale verpassten die Kicker von der Grünen Insel dann nach einem 1:1 gegen die Sowjetunion und einer unglücklichen 0:1-Niederlage gegen den späteren Europameister Niederlande.

Bei der WM 1990 scheiterte Irland erst im Viertelfinale. Gegen Italien unterlag das Team von Charlton damals mit 0:1
Im Kreise seiner Familie gestorben
„Jack ist am Freitagabend friedlich in seinem Zuhause in Northumberland im Kreise seiner Familie gestorben“, hieß es in einem Statement der Charlton-Familie: „Er wird eine große Lücke hinterlassen. Aber wir sind dankbar für ein Leben voller schöner Erinnerungen mit ihm.“

Autor: sid/am

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