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Renny Smith, Mittelfeldtalent des FC Südtirol

Renny Smiths besondere Story: Kabinenkollege von Alexis Sanchez

Bei Chelsea und Arsenal großgeworden, in Schweden gespielt, so ganz nebenbei auch noch für Österreichs Jugendnationalmannschaft aufgelaufen und jetzt beim FC Südtirol – ja, Renny Smiths Geschichte ist alles, nur nicht normal.

Wenn beim Training des FC Südtirol zurzeit immer wieder Mal englische Ausdrücke über den Platz am Girlaner Rungghof fliegen, dann geht es meistens um Renny Smith. „Ich spreche zwar ein bisschen italienisch, doch die wichtigen Sachen bekomme ich in Englisch zu hören“, so der aus London stammende 20-Jährige.

Typisch englisch ist zwar sein britischer Akzent, nicht aber unbedingt seine Spielweise. Smith gilt als technisch versiert, weiß die nächste Ballstation immer schon bevor die Kugel zwischen seinen Beinen klebt und ist taktisch auch gut eingestellt. „In England ist der Fußball viel physischer als in Italien. Ich bevorzuge aber intelligente und technisch starke Spieler, meine Vorbilder sind Ronaldinho, Iniesta oder Alexis Sanchez“, so Smith.


„Arsene Wenger ist eine Respektperson“

Wobei Arsenal-Stürmer Alexis Sanchez ein gutes Stichwort ist. Smith wuchs fußballerisch beim FC Chelsea auf, ehe es ihn mit 16 Jahren zum Londoner Konkurrent Arsenal zog. „Bei den ‚Blues‘ spielte ich in der Innenverteidiger-Position, ich sehe mich aber als Mittelfeldspieler. Deshalb heuerte ich bei Arsenal an.“ Ein Schritt, der sich bezahlt machen sollte. Smith spielte als Halbflügel oder defensiver Akteur in der Schaltzentrale des Feldes, lief zuerst für die U-18, später für die U-23 auf und durfte auch einige Male mit den Profis mittrainieren. „Ein besonderes Erlebnis. Spieler wie Jack Wilshere oder eben Alexis Sanchez sind lockere Typen und Klasse Spieler. Und Trainer Arsene Wenger ist eine Ikone. Die Trainings wurden immer von seinem Assistenz-Coach geleitet und er stand als Beobachter an der Seitenlinie – eine Respektperson, mit der ich nur ein paar Begrüßungsworte ausgetauscht habe.“

Trotzdem hielt es den Engländer nicht mehr lange in seinem Mutterland. „Ich wollte in einer ersten Mannschaft spielen – und da hat man als junger Spieler in England nur wenige Möglichkeiten. Die Vereine haben enorm viel Geld und verpflichten deshalb lieber namhafte Spieler. Deshalb habe ich, wie viele meiner Mannschaftskollegen, den Weg ins Ausland eingeschlagen und bin vor zwei Jahren für eine Saison zu GAIS Göteborg in die zweite schwedische Liga gewechselt.“


Von Schweden zum FC Südtirol

Eine Erfahrung, die Smith menschlich sehr weitergebracht hat, war er doch für ein Jahr komplett auf sich alleine gestellt. Fußballerisch war die schwedische Liga aber nicht die Crème de la Crème. Deshalb traf es sich gut, dass im Sommer letzten Jahres ein Angebot aus Italien eingetrudelt ist und Smith schon bald im Trikot von Vicenza Calcio vorgestellt wurde. Nach zwei Serie-B-Einsätzen wurde er im Winter in die Lega Pro zu Mantova verliehen, wo er in 13 Spielen mit einem Treffer und einem Assists überzeugen konnte und das Interesse des FC Südtirol weckte.

Heute hat sich der Engländer in Südtirol gut eingelebt. „Einzig und alleine das englische Frühstück fehlt mir ein bisschen“, scherzt der in Kaltern wohnende Mittelfeldspieler, der auch den österreichischen Pass besitzt. „Mein Opa stammt aus Wien, deshalb habe ich die österreichische Staatsbürgerschaft“, so Smith, der bereits drei Einsätze in den Jugendnationalmannschaften der Alpenländer sammeln konnte. „Ich hoffe, dass da noch einige dazu kommen“, schmunzelt der Londoner. Zuerst will er aber mit dem FC Südtirol für Furore sorgen – am besten schon am ersten Spieltag heute Abend.


SN/td


Autor: sportnews

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