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Skandal-Jugendspiel: Olimpia-Kapitän freigesprochen

Beim A-Jugend-Spiel zwischen Salurn und Olimpia Meran kam es Ende September zum Eklat, als die Schiedsrichterin tätlich angegriffen wurde. Wie aus dem Urteil des Verbandsgerichts nun hervorgeht, war diese Szene aber weit harmloser als anfangs gedacht.

Von Beleidigungen über theatralische Einlagen bishin zu Raufereien – im A-Jugend-Spiel zwischen Salurn und Olimpia Meran ging es Ende September zu wie in einem Westernfilm. Besonders eine Szene schlug damals weit über die Stränge hinaus: Plötzlich soll die Schiedsrichterin von einem Meran-Spieler tätlich angegriffen worden sein.

Da die Unparteiische den Täter nicht identifizieren konnte, verhängte der Verband damals eine Strafe von drei Jahren gegen den Mannschaftskapitän, der in diese Szene zwar nicht involviert war, aufgrund seiner Funktion als Kapitän aber trotzdem zur Verantwortung gezogen wurde.

Der Fall landete schließlich vor dem Verbandsgericht, am Donnerstag gab der Bozner Fußballverband das Urteil in seinem Rundschreiben bekannt. Da der richtige Täter ermittelt wurde, ist die Strafe des unschuldigen Kapitäns erloschen. Mehr noch: Wie aus dem Bericht hervorgeht, wardie angebliche Attacke gegen die Schiedsrichterinharmloser als anfangs befürchtet. Die Auswertung der Untersuchungsakten, unter anderem auch des ärztlichen Zeugnisses, habe nämlich ergeben, dass es bei der Unparteiischen keine Schwellungen, Blutergüsse oder gar funktionelle Einschränkungen gegeben habe. Es sei also aktenmäßig bewiesen, dass es nur ein leichter Schlag oder Rempler war.

Aus diesem Grund wurde der richtige Täter lediglich bis zum 31. August 2017 gesperrt und darf in der neuen Saison also wieder Fußballspielen. Der unschuldige Kapitän darf dagegen ab sofort wieder aufs Feld.






Autor: sportnews