h Nationalteams

Justin Fazio (im Bild stellvertretend Daniel Frank), Alex Petan und Daniel Glira (v.l.) wurden von der IIHF als Italiens beste Turnierspieler ausgezeichnet. © IIHF / A. Ringuette

Die Azzurri ziehen Bilanz: „Mehr positives als negatives“

An diesem Mittwoch werden die Koffer gepackt, die Hotelzimmer geräumt und die letzten Grußworte in Riga verteilt. Für Italien ist das turbulente sowie erfolglose Abenteuer bei der Weltmeisterschaft in Lettland beendet. Zeit also, ein Fazit zu ziehen.

Diese Aufgabe übernehmen Kapitän Daniel Frank, sein Assistent Luca Frigo und Trainer Giorgio De Bettin, die nach dem abschließenden 2:4 gegen die USA den Journalisten in der internationalen Pressekonferenz in Riga Rede und Antwort standen.


Das Trio blickte auf eine WM zurück, die mit dem letzten Tabellenplatz, ohne einen einzigen Zähler und der Erkenntnis endete, vielen, auch kleineren Nationen um Längen hinterherzuhinken. Allerdings war dies alles, aufgrund der vielen Ausfälle und der durch das Coronavirus stark beeinträchtigten Vorbereitung, durchaus kalkulierbar. „Ich hoffe, dass wir beim nächsten Turnier besser gewappnet sind. Die 12 Tage in Einzelquarantäne und das folgende Mammutprogramm mit sieben Spielen binnen weniger Tage waren wirklich hart“, so Frank.

„Es gibt vieles, auf das sich aufbauen lässt.“
Trainer Giorgio De Bettin
Für den Meraner war es das erste Turnier als Kapitän des Nationalteams. „So wie viele meiner Mitspieler in Riga bin ich selber noch ziemlich unerfahren auf diesem Niveau, aber ich habe beste Unterstützung bekommen – allen voran durch Luca Frigo, Alex Trivellato und weitere Führungsspieler, mit denen ich seit langem zusammenspiele“, erklärte Frank, der damit in der Pressekonferenz den Ball direkt an Frigo weiterspielte. Dieser pflichtete prompt bei: „Zusammen haben wir es geschafft, über die ganze Zeit eine positive Stimmung im Team zu halten. Wir sind an der Aufgabe enorm gewachsen und ich bin mir sicher, dass wir alle noch sehr davon profitieren werden, hier in Riga auf diesem Level dabei gewesen zu sein.“ Als Beispiel hob er Goalie Davide Fadani hervor, der insbesondere im abschließenden Spiel gegen die USA glänzen konnte. Dieser Auftritt sei für den 20-Jährigen vom HC Lugano „nur die Kirsche auf der Torte gewesen“, so Frigo.

Torhüter Davide Fadani gab gegen die USA eine Talentprobe ab. © Andre Ringuette


Eine besondere Rolle hatte bei dieser WM auch Giorgio De Bettin, der eigentlich einer von mehreren Assistenztrainern im Blue Team ist, in Lettland aber den coronainfizierten Greg Ireland vertreten musste. „Ich kenne die meisten der Spieler noch aus den Jugendauswahlmannschaften, für mich war es eine besondere Freude, sie hier in Riga begleiten zu dürfen“, so De Bettin, der hinzufügte: „Es gibt vieles, auf das sich aufbauen lässt. Klar, die Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache, doch die Entwicklung der Spieler ist beachtlich. Wir haben uns stetig gesteigert, ein Ausreißer im negativen Sinn war lediglich das Schlussdrittel gegen Kasachstan.“ In die selbe Kerbe schlug auch Kapitän Frank, der die WM in wenigen Worten wiefolgt zusammenfasste: „Am Ende dieses Turniers steht sicherlich mehr positives als negatives.“

Autor: fop

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2021 Sportnews - IT00853870210