h ICEHL

Die HCB-Cracks bedanken sich nach dem Aus bei den mitgereisten Fans. © HCB

Foxes gehen auch in Tschechien unter

Nach der 1:6-Klatsche im Hinspiel in Bozen war der HCB Südtirol Alperia ohne große Ambitionen zum Rückspiel nach Pilsen gereist. Anstatt einer Wiedergutmachung gab es bei den Tschechen eine 2:6-Pleite. Damit ist der HCB aus der Champions Hockey League ausgeschieden.

Keine einfache Zeit für den HC Bozen. Zuerst verloren die Foxes das CHL-Achtelfinal-Hinspiel gegen den HC Skoda Pilsen mit 1:6. Dann folgte die unfassbare Niederlage im Tiroler Derby gegen Innsbruck. Und jetzt ging der amtierende EBEL-Meister auch im Rückspiel gegen Pilsen unter. Nach der 2:6-Klatsche in Tschechien ist das Abenteuer Champions Hockey League für den HCB vorbei.

Pilsen-Kapitän Gulas nicht zu halten

Die 150 mitgereisten HCB-Fans bekamen in Pilsen von Anfang an einen aggressiven Gastgeber zu sehen. Die Foxes versuchten mitzuspielen, doch für die Tore sorgten die Tschechen. Nachdem der Puck nach wenigen Sekunden nur an den Bozner Pfosten klatschte, ging Pilsen nach einer Viertelstunde in Führung. Andrew Crescenzi verursachte einen Penalty, den Milan Gulas sicher verwertete (16.). Der Kapitän von Pilsen sollte in der Folge noch zu Höchstleistungen auflaufen und zum vierfach-Torschützen in dieser Partie avancieren. Das ist vor ihm erst vier weiteren Spielern gelungen.

Pilsen setzte den HCB gehörig unter Druck: Insgesamt trafen die Tschechen zwölf Mal.

Beim HCB durfte Massimo Carozza für Luca Frigo ran, im Tor stand Jake Smith. Doch nachdem Miroslav Preisinger in der 26. Minute das 4:0 für die Tschechen erzielt hatte, musste er für Stammtormann Leland Irving Platz machen. Bis dahin hatte Smith 76 Prozent aller Schüsse entschärft, ein ausbaufähiger Wert für einen Eishockey-Tormann. Allerdings wurde der HCB-Goalie von seinen Vorderleuten auch im Stich gelassen. Beim zweiten Pilsen-Treffer wurde Gulas nicht angegriffen (22.), beim dritten durfte er alleine auf Smith zulaufen und schoss dem Bozner Schlussmann den Puck unter den Beinen durch ins Netz (24.).

Insam und Findlay treffen für Bozen

Der HCB versuchte in der Folge etwas besser in das Spiel zu kommen und kam nach herrlicher Vorarbeit von Matti Kuparinen durch Marco Insam (34.) und nach einem Gestocher durch Brett Findlay (34.) zu zwei Treffern. In der Zwischenzeit hatte Gulas allerdings zum vierten Mal an diesem Abend getroffen, sodass es mit einem 5:2-Vorsprung aus Sicht der Hausherren in das letzte Drittel ging, wo Miroslav Indrak den 6:2-Endstand erzielte (52.) und Daniel Catenacci kurz vor dem Schlusspfiff eine Großchance liegen ließ.

Während der HC Bozen sich fortan auf die Meisterschaft konzentrieren kann, geht es für Pilsen in der Champions League weiter. Im Viertelfinale treffen die Tschechen auf Skellefteå, das sich mit einem Gesamtscore von 7:6 gegen Storhamar durchsetzen konnte.

HC Skoda Pilsen – HCB Südtirol Alperia 6:2

Pilsen: Milchakov (Frodl); Jakub Kindl-Jones; Kvasnicka-Ceresnak; Allen-Kanak; Pulpan-Vrablik; Straka-Kodytek-Eberle; Indrak-Nemec-Gulas; Stach-Preisinger-Pour; Denis Kindl-Kracik-Kantner.

HCB: Nordlund-Marchetti; Glira-Rowley; Geiger-Campbell; MacKenzie; Catenacci-Findlay-Blunden; Miceli-Crescenzi-Petan; Carozza-Kuparinen-Insam; Deluca-Schweitzer-Bernard-Frank.

Tore: 1:0 Penalty Gulas (15.13), 2:0 Gulas (21.16), 3:0 Gulas (23.44), 4:0 Preisinger (25.29), 4:1 Insam (28.58), 5:1 Gulas (33.33), 5:2 Findlay (33.56)

Zuschauer: 4831

Autor: cst

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210