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Zwecks Teambildung macht der HCB während der Trainingswoche in Corvara auch Ausflüge, wie hier z.B. zur Franz-Kostner-Hütte in der Sellagruppe. © Facebook HCB

HCB: Alle Mann an Bord – so früh wie noch nie

Mit der Verpflichtung von Andrew Crescenzi hat der HCB Südtirol am Donnerstag seine Transfertätigkeit abgeschlossen. Neu im Team sind 11 Legionäre, 2 junge Südtiroler und Rückkehrer Marco Insam. Seit dem EBEL-Beitritt 2013 hatte der HCB seinen Kader noch nie so früh komplett. Ein 6-Jahres-Vergleich.

Der neue Kader des EBEL-Titelverteidigers umfasst 23 Spieler – 2 Tormänner, 7 Verteidiger und 14 Stürmer. 13 von ihnen spielen erstmals in Bozen. Darunter befinden sich 7 Kanadier (Irving, Campbell, Geiger, MacKenzie, Blunden, Crescenzi, Findlay), 2 Italokanadier (Carozza, Catenacci), 2 Finnen (Nordlund, Kuparinen) und 2 Südtiroler (Brighenti, Deluca). Nur in der allerersten EBEL-Saison 2013/14 sind die Bozner mit mehr neuen Transferkartenspielern in die Saison gestartet (12 statt 11).

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hat die Bozner Transfertätigkeit der letzten 6 Jahre verglichen.

2013/14 – Mehrere Volltreffer

Der HCB begann das EBEL-Abenteuer mit 12 neuen Transferkartenspielern : Hübl, Tomassoni, Piché, Nicoletti, Charlebois, Santorelli, Beaudoin, Whitfield, Strömberg, Schofield, Civitarese und John Esposito. In den Folgewochen kamen dann mit Johns Bruder Angelo Esposito, Laliberté, Pance und Pajic noch 4 weitere hinzu . Neu im Team waren außerdem auch noch 3 italienische bzw. einheimische Spieler : Miglioranzi, Frank und Franza. Wie bekannt, ist die große Rochade mit dem 1. EBEL-Titelgewinn voll aufgegangen.

2014/15 – McMonagle schlägt ein

Nach dem Triumphrausch wurde das Team erneut stark erneuert. 11 neue Transferkartenspieler standen zu Saisonbeginn im Kader: Crowley, Galvins, Lee, McMonagle, Cullen, DeSimone, Keller, Nesbitt, Sisca, Zanoski und Zanette; 2 weitere folgten kurz darauf: Rodney und Carnevale. Auch ein neuer Einheimischer – Roland Hofer – war dazugekommen. Diese Saison endete im EBEL-Viertelfinale.

2015/16 – Pollastrone wird Publikumsliebling

Zu Saisonbeginn fehlten noch ein paar Puzzleteile. Beim Start gehörten „nur“ 8 neue Transferkartenspieler zum Team: Flemming, Podlipnik, Broda, Pope, Pollastrone, Saviano, Vause und DiCasmirro. Schon bald stießen 4 weitere dazu: Reid, Palmieri, Bell und Foster. Mit Deanesi gehörte auch ein neuer einheimischer Spieler zum HCB-Kader. Wieder war am Ende schon im Viertelfinale Endstation, wieder gegen Linz.

2016/17- Metropolit kein Superstar

Ähnlich wie im Jahr davor begann die HCB-Saison mit einem unvollständigen Kader. Diesmal waren 9 neue Legionäre von Beginn an dabei: Melichercik, Jake Smith, Everson, Seymour, Kearney, Root, Yogan, Vallerand und Oleksuk. 4 weitere kamen später dazu: Glenn, Luoma, Sparks und Ex-NHL-Star Metropolit, der aber Einiges schuldig blieb. Diesmal stießen auch 4 neue einheimische Spieler dazu: Gellert, Michele Marchetti, Frigo und Glira. Die Saison endete diesmal im Halbfinale, nachdem Angstgegner Linz im Viertelfinale bezwungen wurde.

2017/18 – Vom Keller zum 2. Triumph dank Halmo & Co.

Die Saison des märchenhaften 2. Bozner EBEL-Triumphs begann wieder mit einer umfassenden Erneuerung. Zu Saisonbeginn umfasste der Kader 10 neue Transferkartenspieler : Gartner, Clark, Carlisle, Monardo, Petan, Angelidis, Austin Smith, DeSousa, Halmo und Rückkehrer Tomassoni. Später kamen 5 weitere dazu: die 3 Tormänner Sedlacek, Climie und Tuokkola sowie Miceli und Sointu. Mit Stefano Marchetti und Schweitzer stießen auch 2 neue Einheimische dazu. Nach einigen Runden am Tabellenende führte der Höhenflug dann bis zum nie für möglich gehaltenen 2. Titelgewinn.

2018/19 – Große Ziele dank früher Planung

Anders als in den vergangenen Saisonen ist der Bozner 23-Mann-Kader schon während dem Aufbautraining vollständig. Zusätzlich zu den eingangs aufgezählten 11 neuen Transferkartenspielern muss man unbedingt als dritten neuen einheimischen Spieler Rückkehrer Marco Insam nennen, der nach einer Saison in der 1. finnischen Liga wieder zum HCB zurückkehrt.

HCB Südtirol als „Einkaufszentrum“ für EBEL-Konkurrenz

Dass der HCB Südtirol jedes Jahr sein Team umkrempeln muss, hängt auch damit zusammen, dass schon nach Bozens 1. EBEL-Saison die Ligakonkurrenten den Weißroten einige Spieler abgeworben haben. In 5 Jahren sind 19 HCB-Spieler zu anderen EBEL-Vereinen übergewechselt. Allein im heurigen Sommer gab es 6 Abgänge Richtung Österreich. Die nachfolgende Tabelle listet alle Transfers von Bozen zu einem Ligakonkurrenten auf.
SaisonbeginnNameneuer Verein
2014/15Sebastien PichéEHC Linz
2014/15Mark SantorelliVillacher SV
2014/15Kim StrömbergKlagenfurter AC
2015/16Phil DeSimoneGraz 99ers
2015/16Rick SchofieldVillacher SV
2015/16Ziga PanceVillacher SV
2016/17Sean McMonagleOrli Znojmo
2016/17Joel BrodaEHC Linz
2016/17Taylor VauseVienna Capitals
2016/17Jerry PollastroneVienna Capitals
2017/18Ryan GlennVillacher SV
2017/18Andrew YoganHC Innsbruck
2017/18Brodie ReidDornbirner EC
2018/19Matt ClimieHC Innsbruck
2018/19Austin Smith (*)HC Innsbruck
2018/19Robin GartnerKlagenfurter AC
2018/19Chris DeSousaVienna Capitals
2018/19Mat ClarkVienna Capitals
2018/19Travis OleksukGraz 99ers


(*) = Austin Smith hat kurz nach seiner Rückkehr zu Innsbruck mitgeteilt, aus gesundheitlichen Gründen zumindest eine Karrierepause einlegen zu müssen.

Autor: ds

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