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Mit viel Teamwork brachte sich Bozen gegen Bratislava in die Erfolgsspur. © S. Straka

Tore satt und Leidenschaft: Jetzt ist der HCB im Playoff-Modus

Vergessen ist der enttäuschende Start ins Viertelfinale, die Foxes sind wieder hungrig auf den Titel! Am Sonntagabend begrub der HCB Südtirol die Bratislava Capitals unter einer Torlawine und fuhr seinen ersten Playoff-Sieg ein.

Was für ein verrücktes Spiel in der 10.000 Zuschauer fassenden, heute aber menschenleeren Nepela Arena in Bratislava: Der HC Bozen stand im Startdrittel zunächst neuerlich neben der Spur, drehte dann aber groß auf und besiegte die Capitals mit 7:2. Mit ihrem ersten Post-Season-Sieg gleichen die Foxes die Serie zum 1:1 aus und holen sich den Heimvorteil zurück.


Die Foxes haben in dieser Saison offenbar den Startschuss in die fünfte Jahreszeit überhört. Fakt ist, dass sie erst nach exakt 80 Spielminuten in den Playoff-Modus geschaltet haben. Bis dahin ging das Auftaktmatch in Bozen verloren und die Startphase des zweiten Duells völlig an Brett Findlay und Co. vorbei. Die gut sortierten Capitals gingen in der 19. Minute nach einer feinen Powerplay-Stafette mit 1:0 in Führung. Maxime Fortier traf für die Hausherren.

6 Treffer in einem Drittel
Agierte der HCB, dem neuerlich Karl Stollery, Dylan Di Perna und Ivan Deluca fehlten, bis zur Pause lethargisch und ideenlos, so wendete sich das Blatt mit Wiederbeginn vollkommen. Plötzlich ging in den Reihen der Bozner richtig die Post ab! Binnen drei Minuten stellten sie von 0:1 auf 3:1. Anthony Bardaro mit einer Einzelaktion, Findlay mit einem Backhander unter dem Torhüterschoner hindurch und Marco Insam, der den Puck aus der Luft in die Maschen beförderte, sorgten für die Wende. In der 32. Minute lenkte dann Dan Catenacci ein maßgenaues Zuspiel von Dustin Gazley unter die Latte.

Der bis dahin so starke Jared Coreau musste seinen Platz im Capitals-Tor nach 4 Gegentoren in 9 Minuten räumen. © Svato Straka, svatostraka.com

Die Capitals waren zu diesem Zeitpunkt völlig überfordert und versuchten alle Register zu ziehen. Noch vor dem vierten Gegentor nahm Bratislavas Startrainer Peter Draisaitl eine Auszeit, unmittelbar nach Catenaccis Treffer zum 4:1 schickte er dann Samuel Baros für Goalie Jared Coreau aufs Eis. Doch in dieser Phase half alles nichts: Baros stand gerademal 38 Sekunden zwischen den Pfosten, als ihn Nick Plastino mit einem harmlosen Schuss aus dem hohen Slot bezwang. Zwar konnte Bratislava durch Mitch Hults etwas verkürzen, doch Bardaro sorgte mit seinem zweiten Treffer für eine beruhigende Vier-Tore-Führung zur zweiten Pause. Der Nationalstürmer schoss zunächst an die Bande, reagierte dann aber am schnellsten und schob die Scheibe um den Pfosten – 6:2!
Giliati und Bohunicky liefern sich Fight
Hatten die Osteuropäer trotz des desaströsen Mitteldrittels noch einen Funken Hoffnung, so erstickte Plastino diesen sofort nach Wiederbeginn. Der langjährige Schweiz-Legionär schlenzte den Puck maßgenau ins lange Eck und sorgte damit für den 7:2-Endstand. Denn in den verbleibenden 19 Minuten fielen keine Treffer mehr – dafür aber die Handschuhe. Stefano Giliati lockte Lukas Bohunicky aus der Reserve, der vehement reagierte und einen Boxkampf anzettelte. Es war der Schlusspunkt dieses verrückten Spiels.

Die Playoff-Serie übersiedelt nun wieder nach Bozen, wo beide Teams bereits am Dienstag (20.15 Uhr/im SportNews-Ticker) versuchen werden, den zweiten Viertelfinalsieg einzufahren.

iClinic Bratislava Capitals – HCB Südtirol Alperia 2:7
Bratislava: Coreau (ab 30.22 Baros); Guimond-Carson, Bohunickey-Chovan, Culkin-Romancik, Kover-Durkech; Bubela-Hults-Fortier, Kostsitsyn-Higgs-Miklik, Ahl-Buc-Hudec, Faith-Bezak-Mrazik
Coach: Draisaitl

HCB: Irving (Fazio); Robertson-Youds, Pietroniro-Plastino, Fournier-Tauferer; Halmo-Catenacci-Bardaro, Frank-Findlay-Gazley, Frigo-Bernard-Miceli, Giliati-Alberga-Insam, Pitschieler
Coach: Ireland

Tore: 1:0 Maxime Fortier (18.44), 1:1 Anthony Bardaro (23.38), 1:2 Findlay (24.45), 1:3 Marco Insam (26.50), 1:4 Dan Catenacci (31.21), 1:5 Nick Plastino (31.59), 2:5 Mitchell Hults (35.17), 2:6 Anthony Bardaro (37.46), 2:7 Nick Plastino (41.01)

Stand in der Best-of-7-Serie: 1:1

Die weiteren Viertelfinal-Duelle:
Fehervar AV19 – Vienna Capitals 2:3
Tore: 0:1 Loney (19.49), 1:1 Hari (28.27), 1:2 Archibald (29.51), 1:3 Nissner (39.43), 2:3 Stipsicz (44.58)
Serie: 0:2

Villacher SV – Klagenfurter AC 6:3
Tore: 1:0 Kosmachuk (1.55), 2:0 Gill (4.36), 2:1 Strong (6.21), 2:2 Haudum (9.09), 3:2 Fraser (12.53), 4:2 Ulmer (29.00), 4:3 Hundertpfund (38.46), 5:3 Caron (51.32), 6:3 Fraser (59.52)
Serie: 1:1

Dornbirn Bulldogs – Red Bulls Salzburg 6:3
Tore: 1:0 Salmela (1.16), 2:0 MacKenzie (6.27), 3:0 Nilsson (7.22), 4:0 Woger (23.54), 4:1 Huber (27.28), 4:2 Rauchenwald (48.36), 5:2 Luciani (49.00), 6:2 Nilsson (56.05), 6:3 Huber (58.06)
Serie: 2:0

Autor: fop

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