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Bozen (in weiß) trifft am Dienstag auf den HC Pustertal: Ein Derby mit viel Brisanz. © Iwan Foppa / Optic Rapid

Schaukampf in der Eiswelle: Bozen bittet Pustertal zum Tanz

Zwei Mal standen sich der HCB Südtirol Alperia und der HC Pustertal in dieser Saison gegenüber, beide Male war die Intercable Arena in Bruneck Schauplatz des Derbys. Nun übersiedelt das pikante Duell in die Bozner Eiswelle, wo am Dienstagabend ab 19.45 Uhr einiges los sein wird.

Es ist zurzeit das Spektakulärste, was Südtirols Eishockey zu bieten hat: Das ICE-Duell zwischen dem HC Bozen und dem HC Pustertal. Das erste Derby hatten die Foxes in Bruneck noch mit 2:1 für sich entschieden, dafür gab es Mitte November eine Abreibung, mit der beim HCB niemand rechnen konnte und wollte: 2:6 hieß es am Ende. Für den HC Pustertal war es ein Fest, für den HC Bozen ein Debakel.


Bei den Foxes sinnt man deshalb auf Wiedergutmachung. Auch, wenn das aktuell kein einfaches Unterfangen wird. Bozen, so scheint es, ist immer noch in der Selbstfindungsphase. Nach dem Amtsantritt von Greg Ireland gab es in drei Spielen zwei Niederlagen. Klar: Salzburg (1:3) und Wien (3:5) sind Top-Teams der Liga, doch auch der HCB zählt vom Kader her zu den besten Mannschaften der ICE Hockey League.


„Unser Spiel muss besser werden wie zuletzt in Wien. Vor allem das Unterzahlspiel hat nicht funktioniert“, erklärt Bozens Kapitän Toni Bernard nach der schmerzhaften 3:5-Pleite gegen die Capitals. Der Kalterer ist jedenfalls gewarnt, denn Pustertal ist gut in Form. „Sie haben ein gutes Momentum. Das Derby ist immer etwas Spezielles und es ist das erste Spiel nach vielen Jahren in der Eiswelle, deshalb sind wir heiß drauf.“
„Es ist das erste Spiel nach vielen Jahren in der Eiswelle, deshalb sind wir heiß drauf.“ HCB-Kapitän Anton Bernard

In der Tat ist es einige Jahre her, dass sich die beiden Südtiroler Top-Klubs in der Eiswelle gegenübergestanden sind. Das letzte offizielle Spiel datiert vom 24. Jänner 2013: damals spielten beide noch in der Serie A und die Foxes gewannen mit 5:0.
Bozen schwankt, Pustertal hat einen Lauf
Sieht man sich die letzten Spiele an, dann wird klar: Die Wölfe müssen sich in der aktuellen Verfassung vor dem Favoriten aus der Landeshauptstadt nicht verstecken. Von den sieben Spielen im Dezember hat der HC Pustertal deren fünf gewonnen, während Bozens Leistungen schwankend waren. Mit der Verpflichtung von Raimo Helminen als neuen Trainer ist beim HCP ein merklicher Ruck durch die Mannschaft gegangen. Darauf wartet man beim HCB und seinem Neo-Coach Greg Ireland noch.

Wer behält dieses Mal die Oberhand? © Iwan Foppa / Optic Rapid


Daniel Glira, der für vier Jahre beim HCB gespielt hat und nun in Bruneck Beton anrührt, weiß, was der Schlüssel zum Erfolg ist. „Wir müssen uns auf unsere Defensive konzentrieren. Das hat in den letzten Spielen gut funktioniert“, erklärt der Verteidiger, der gleichzeitig einen Appell an die Fans hat: „Ich hoffe, dass die Eiswelle größtenteils gelb ist.“
Knapp 4000 Fans dürfen rein
Auch Ivan Deluca, der sich drei Jahre lang das Bozner Trikot übergestreift hat, ist heiß auf das Wiedersehen. „Ich hoffe, es wird ein riesiges Eishockey-Fest in Südtirol.“ Zugelassen sind in der Eiswelle knapp 4000 Fans – schon allein deshalb dürfte es ein denkwürdiger Abend werden.
ICE Hockey League, die Dienstagsspiele
Bozen – Pustertal (19.45 Uhr)
Klagenfurt – Salzburg (alle um 19.15 Uhr)
Villach – Linz
Fehervar – Wien
Innsbruck – Dornbirn



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