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Der Grödner Alex Lambacher hat den Sprung in die DEL geschafft. © Sport in Augsburg Thorsten Franz

Alex Lambacher: „Können uns einiges abschauen“

Alex Lambacher hat sich seinen großen Traum verwirklicht und seine erste komplette DEL-Saison hinter sich gebracht. Der 23-Jährige aus Wolkenstein schildert im SportNews-Interview, wie er die Corona-Krise erlebt, berichtet über den harten Konkurrenzkampf und verrät, wie ein früherer Mitspieler zu einem der besten Eishockey-Spieler der Welt wurde.

Alex Lambacher ist in Brixen geboren und hat das Eishockeyspielen im Pranives, einen Steinwurf von seinem Zuhause entfernt, gelernt. Schnell wurde klar, dass der heute 23-Jährige außerordentliche Fähigkeiten besitzt. Er wechselte schon in jungen Jahren nach Mannheim, wo er prompt auf sich aufmerksam machen konnte. In der Saison 2014/2015 wagte der Grödner dann den Sprung über den großen Teich, wurde in den Vereinigten Staaten allerdings nicht glücklich. Die Rückkehr nach Deutschland war die logische Folge.

Mit den Adler Mannheim bestritt er in der Saison 2017/18 das erste Spiel in der DEL – und traf auf Anhieb. Nach einer erfolgreichen Spielzeit bei den Heilbronner Falken (DEL2) nahmen die Augsburger Panther den Ladiner im vergangenen Sommer unter Vertrag. Damit wurde Lambacher – neben Alex Trivellato und Joachim Ramoser – zum dritten Südtiroler in der besten Liga Deutschlands. Wir haben mit ihm gesprochen.


Die DEL-Saison wurde wegen des Coronavirus vorzeitig abgebrochen. Wie erleben Sie die derzeitige Situation? Was geht noch, was nicht?

Alex Lambacher: „Noch ist die Situation nicht so angespannt wie in Südtirol. Die Geschäfte oder das Fitnessstudio haben noch geöffnet. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es so bleibt. Es kommt darauf an, was die Regierung unternimmt bzw. entscheidet. Ich könnte zwar nach Hause fahren, doch das ergibt zu diesem Zeitpunkt keinen Sinn.“

Lambacher wurde heuer von einer Verletzung zurückgeworfen. © Sport in Augsburg Thorsten Franz


Die Saison bei den Panther ist aber schon abgeschlossen…

„Ja, die Ausländer sind bereits nach Hause gereist. Einheiten auf dem Eis gibt es auch nicht mehr, darum beginne ich schon jetzt mit dem Trockentraining. In den vergangenen Jahren lief die Saison bis Ende Mai, da ich bei den Weltmeisterschaften im Einsatz war und dementsprechend nur knapp 6 Wochen Zeit hatte, um mich auf die neue Spielzeit vorzubereiten. Heuer will ich schon früher beginnen – auch, weil ich Teile der Saison wegen einer Fußverletzung verpasst habe.“


Sie sprechen es an: Wie ist es zur Verletzung gekommen?

„Es war eine unglückliche Szene: Ich bin im Training drauf gefallen und dann war es um den Fuß geschehen. Ich arbeite zurzeit mit einem Physiotherapeuten zusammen, um mich schnellstmöglich davon zu erholen.“


Wie bewerten Sie Ihre erste komplette DEL-Saison?

„Wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen, dass es hart war. Zwar habe ich es zwischendurch geschafft, den etablierten Spielern den Platz streitig zu machen, doch insgesamt hatte ich mir mehr Einsatzminuten erhofft. Als ich im Sommer in Augsburg unterschrieben habe, wusste ich allerdings, dass der Konkurrenzkampf groß ist. Ich arbeite hart, um in der nächsten Saison mein ganzes Können zu zeigen.“

Der Konkurrenzkampf bei Augsburg ist groß. © Sport in Augsburg Thorsten Franz


Aber Ihren Kindheitstraum haben Sie sich erfüllt…

„Keine Frage: Als ich nach Mannheim gekommen war, hätte ich nicht erwartet, irgendwann in der DEL zu spielen. Es war mein Traum. Und dass dieser sich verwirklicht hat, ist fantastisch.“


Zu guter Letzt: In Ihrer Jugend haben Sie mit Leon Draisaitl zusammengespielt. Hätten Sie erwartet, dass er irgendwann zu einem der besten Spieler der Welt wird?

„Nein, das hätte ich nicht. Aber ich finde es Klasse, dass es ein deutscher Spieler schafft, die beste Liga der Welt so zu dominieren. Auch in diesem Jahr hat Deutschland 3 Spieler in der ersten Draft-Runde. Das zeigt, dass in die richtige Richtung gearbeitet wird. Da können wir uns in Italien einiges abschauen.“

Autor: leo

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