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Patrick Demetz fühlt sich beim KEV pudelwohl. © R. Schmitt

Patrick Demetz will sich durchbeißen: „Der Traum lebt!“

Der junge Mann kommt aus dem Grödner Tal und spielt Eishockey im Oberliga-Team des Krefelder EV81. Die Rede ist vom 20-jährigen Patrick Demetz, der in Deutschland den Durchbruch schaffen möchte.

Den 186 Zentimenter großen Stürmer zog es, nach seinen Anfangsjahren beim HC Gherdëina, im zarten Alter von 14 Jahren über den Brenner nach Krefeld, um dort in den Reihen der KEV Eishockey Schule sein Können zu erweitern. Einer seiner Teamkameraden in Schülerzeiten war niemand geringeres Tim Stützle, der zurzeit als Top-3-Pick der Ottawa Senators die NHL aufmischt.


Patrick Demetz oder Pato, wie ihn seine Mannschaftskameraden nennen, hat gerade seinen Vertrag bis 2022 verlängert. Er hat die Jung-Pinguine mit starken Leistungen in der Oberliga Nord auf Playoffkurs geführt.


Patrick, wie kam es zu deinem Wechsel nach Deutschland?

Patrick Demetz:
„Da es schon in jungen Jahren mein Ziel war, Eishockeyprofi zu werden und da einige meiner guten Bekannten, wie etwa Alex Lambacher (jetzt Augsburg, Anm.d.R.), schon ihre Ausbildung in Deutschland vollzogen hatten, lag der Beschluss für mich sehr nahe. Außerdem hatte ich über das Krefelder Internat nur Gutes gehört.“

„Man hat mir viel Hilfe gegeben, als mir das wiederkehrende Heimweh zu schaffen machte.“

Das heißt, du bist bereits mit 14 Jahren von Zuhause weg. Das war mit Sicherheit nicht immer einfach für dich, oder?

„Oh ja, das war manchmal richtig schwierig. Es gab aber hier am Standort in Krefeld sehr viele liebe Menschen, die mich unterstützt haben und mir Hilfe gegeben haben, als mir das immer wiederkehrende Heimweh zu schaffen machte. Dafür war und bin ich ihnen sehr dankbar. Diese Kontakte pflege ich heute noch sehr gerne.“


Ihr seid verhalten in die Oberliga-Saison gestartet, jetzt steht ihr auf Tabellenplatz acht, der die Teilnahme an den Playoffs bedeuten würde.

„Das ist richtig! Die ersten Spiele kam das Team nicht so recht in die Gänge. Die ersten sechs Begegnungen gingen alle samt verloren. An die Playoff-Teilnahme wage ich noch nicht zu denken. Zumal die Tabelle ein schiefes Bild vermittelt. Es stehen Mannschaften hinter uns, mit weitaus weniger Spielen auf Grund von Corona und sonstigem. Es kann und wird sich am Tabellenbild noch einiges ändern. Ich will mit allem was ich habe dazu beitragen, dass es am Ende gut ausgeht. Ich bekomme sehr viel Eiszeit, auch in den Special Teams. Ich versuche meine noch jüngeren Mitspieler mit Ratschlägen und Tipps weiterzubringen. Es läuft im Moment sehr gut, ich hoffe meine Punktausbeute aber noch zu verbessern, die steht augenblicklich bei 18 Zählern in 27 Spielen. Mit Elmar Schmitz steht auch ein sehr kompetenter Trainer an der Bande, der sein enormes Wissen hart, aber fair an die Mannschaft weitergibt.“

Patrick Demetz sammelte in dieser Saison bislang 18 Punkte in 27 Spielen. © R. Schmitt


Wenn man dir so zuhört, überwiegt der Eindruck, dass dein Traum vom Eishockeyprofi immer noch existent scheint.

„Auf jeden Fall. Ich werde weiterhin hart dafür arbeiten, um mir diesen Traum zu erfüllen. Ich werde und will auf alle Fälle auch nach meiner aktiven Zeit dem Eishockeysport in irgendeiner Weise verbunden bleiben. Dieser Traum lebt!“


Das Eishockey-Fieber scheint bei euch in der Familie zu liegen...

„Ja, stimmt. Mein Vater war Spieler und Trainer. Mein älterer Bruder spielt in der IHL bei den Brixen Falcons. So war es bei mir kein Wunder und kein großer Schritt, es auch zu versuchen.“


Vielen Dank für das Gespräch. Viel Erfolg und vor allem bleib gesund!



Fragen: Ralf Schmitt

Autor: rs

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