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Nach Abpfiff wurde heftig diskutiert. © APA/afp / ANDREAS GORA

Amiris Tränen: Rassismus-Vorwurf überschattet Union-Sieg

Neues Brennholz für das Rassismus-Thema im Profifußball: Beim 1:0-Sieg von Union Berlin über Bayer Leverkusen wurde der Leverkusen-Akteur Nadiem Amiri nach dem Spiel von einem Union-Spieler aufgrund seiner Herkunft beleidigt.

Nach den Rassismus-Anschuldigungen von Bayer Leverkusens Nationalspieler Jonathan Tah wegen einer Beleidigung seines Kollegen Nadiem Amiri hat Union Berlins Trainer Urs Fischer schnell eine Aufklärung der Vorwürfe angekündigt. „Ich kann es nicht beweisen, ich werde das ansprechen, wir werden versuchen, das zu klären“, versprach der Coach des Überraschungsteams der Bundesliga.


Noch auf dem Platz hatte Fischer versucht, den aufgebrachten Amiri zu beruhigen. Nur durch die anschließenden klaren Worte von Tah im DAZN-Interview wurde der Vorfall in seiner Tragweite publik. „Scheiß Afghane“, soll ein Union-Profi dem deutschen Nationalspieler Amiri entgegengerufen haben. Auf TV-Bildern ist zu sehen, wie sich der 24-Jährige aufgebracht mit mehreren Kontrahenten unterhält. Gestik und Mimik aller Beteiligten verdeutlichen die angespannte Stimmung.

Noch in den Kabinen soll es nach dem Spiel zu Klärungsversuchen und Gesprächen der Beteiligten gekommen sein. Union Berlin stehe klar für Anti-Rassismus, verdeutlichte Kommunikationschef Christian Arbeit. „Wir entschuldigen uns dafür, wenn das so gefallen ist. Es tut uns leid, das möchten wir gerne auch hier nochmal den Gästen mitgeben“, betonte der Pressesprecher.

Autor: fs/dpa

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