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Laut vielen Fachleuten gilt Julian Nagelsmann als Wunschtrainer der Bayern. Aber lässt ihn Leipzig auch ziehen? © APA/afp / JAN WOITAS

Bayern wieder auf Trainersuche: Das sind die Kandidaten

Erneut ist der FC Bayern auf Trainersuche. Derzeit gibt es laut verschiedensten Medienberichten gleich mehrere potenzielle Nachfolger für Hansi Flick.

Wird es jetzt Julian Nagelsmann? Der Trainer des aktuell stärksten Bundesliga-Rivalen RB Leipzig gilt als klarer Favorit. Oder jemand wie Erik ten Hag von Ajax Amsterdam, der schon vor Hansi Flick im Gespräch war?


In jedem Fall muss der FC Bayern München in diesem Jahr wieder einen Trainer suchen – es ist bereits der fünfte, seit Pep Guardiola den alten und so gut wie sicher auch neuen deutschen Meister 2016 verließ.

Mehrere Kandidaten
Gleich mehrere Kandidaten gibt es laut Medienberichten derzeit für die Flick-Nachfolge. Neben dem eingangs erwähnten Julian Nagelsmann sowie Erik ten Hag werden auch Bundestrainer Joachim Löw, der ehemalige Juve-Coach Massimiliano Allegri sowie der frühere Bayern-Star Xabi Alonso als mögliche Trainer gehandelt.

Aber auch Ralph Hasenhüttel (Southampton), Oliver Glasner (Wolfsburg), Jose Mourinho (Tottenham), Jesse Marsch (RB Salzburg), Miroslav Klose (Co-Trainer der Bayern), Ralf Rangnick, Mark van Bommel sowie Arsene Wenger (alle derzeit ohne Verein) werden unter anderem in verschiedenen Medien genannt.

Auch der ehemalige Juve-Coach Massimiliano Allegri wird als Flick-Nachfolger gehandelt. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


So kam es zum Flick-Aus
Nach dem Triple-Gewinn 2020 dachte man eigentlich, mit Flick eine überzeugende Lösung für die nächsten Jahre gefunden zu haben. Vor fast genau einem Jahr schlossen beide Seiten einen bis 2023 gültigen Vertrag ab. Doch am Samstag nach dem 3:2 (3:1)-Sieg beim VfL Wolfsburg verriet Flick erst seinen Spieler und dann auch der Öffentlichkeit, dass er diesen Vertrag wieder auflösen und den deutschen Rekordmeister nach dem Ende der Saison verlassen wolle.

Die Bayern müssen dieser Bitte noch entsprechen, aber was bleibt ihnen anderes übrig? Das zerstörte Vertrauensverhältnis zu Hasan Salihamidzic macht eine weitere Zusammenarbeit unmöglich.

„Für mich war die Chance, diese Mannschaft zu trainieren, etwas ganz Besonderes und ist immer noch etwas ganz Besonderes.“
Hansi Flick

Selbst nach seiner Entscheidung, die der „Spiegel“ am Samstagabend „die große Befreiung“ nannte, war das Zerwürfnis mit dem Münchner Sportvorstand spürbar. „Für mich war die Chance, diese Mannschaft zu trainieren, etwas ganz Besonderes und ist immer noch etwas ganz Besonderes. Deswegen bin ich dem Verein und den Verantwortlichen auch ewig dankbar – ob das Kalle (Rummenigge), Uli (Hoeneß) oder Herbert Hainer waren“, sagte Flick. Den Namen Salihamidzic nannte er nicht.

Der Konflikt zwischen den beiden drehte sich vor allem um Spieler, die Flick wollte, aber nicht bekam. Und um Spieler, die Salihamidzic verpflichtete und der Trainer kaum einsetzte. Als Sieger eines Machtkampfes darf sich der Sportvorstand dennoch nicht fühlen, denn gerade sein öffentliches Ansehen wurde durch diesen Zwist schwer beschädigt. Eine große Mehrheit der Bayern-Fans würde es lieber sehen, wenn Salihamidzic statt Flick den Club verließe. Und auch, dass andere Führungskräfte wie Karl-Heinz Rummenigge, Oliver Kahn oder Präsident Herbert Hainer das Problem sahen, aber nicht eingriffen, wertete der „Kicker“ als Kontrollverlust der Bayern-Spitze.
Flick als neuer Bundestrainer?

„Das ist kein Krieg. Jeder hat seinen Standpunkt. Es wird weitergehen“, sagte Kapitän Manuel Neuer dem ZDF über den Konflikt zwischen Flick und Salihamidzic. „Wir Spieler können nur zurückblicken auf eine schöne Zeit.“ Vieles spricht dafür, dass Nationalspieler wie er, Leon Goretzka oder Leroy Sané auch in Zukunft mit Flick weiterarbeiten werden, denn der frühere DFB-Sportdirektor und Assistent von Joachim Löw ist jetzt der große Favorit und wohl auch einzige Kandidat für die Nachfolge des Bundestrainers.

„Ich lasse mir im Moment alles offen, weil es da auch noch keine Gespräche gab“, sagte Flick auch im ZDF-Sportstudio noch einmal. Aber für den früheren Bundestrainer Rudi Völler von Bayer Leverkusen ist die Sache klar: „Also, wer jetzt nach so einer Aktion heute von Hansi Flick denkt, dass er es nicht wird, das wäre natürlich eine sehr mutige Entscheidung. Das sagt mir mein Bauchgefühl.“

Schlagwörter: Fussball

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