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Der HC Gröden richtet seinen Blick in die Zukunft. © A. Senoner

Fusionieren Gröden und Fassa zum HC Dolomites?

Am Montagabend hat der HC Gröden im Kongresshaus in St. Ulrich einen Info-Abend abgehalten. Dabei standen mehrere pikante Themen auf der Tagesordnung.

Der Anlass wurde genutzt, um die vergangenen vier Jahre Revue passieren zu lassen und die Tätigkeit des scheidenden Vorstands unter die Lupe zu nehmen. Die Präsidenten Markus Rabanser und Ivo Moroder treten, wie ein Großteil des aktuellen Ausschusses, von ihrer Tätigkeit zurück. Die Neuwahlen werden in den kommenden Wochen erfolgen.

Die Nachfolger der aktuellen Klubfunktionäre werden sich jedenfalls mit einem brisanten Vorschlag aus dem Fassatal beschäftigen. Falcons-Präsident Roberto Ongari träumt nämlich von einem Verein, der sich über beide Seiten des Sellajochs erstreckt und künftig den Namen HC Dolomites tragen soll. Ginge es nach ihm, sollten Fassa und Gröden einen gemeinsamen Jugendsektor aufbauen, eine Mannschaft in der IHL und eine in der AlpsHL melden. Gespielt werden soll abwechselnd im Gianmario-Scola-Stadion in Alba di Canazei und im Pranives in Wolkenstein.

AlpsHL hat Priorität

Im Tal der Holzschnitzer, wo dieser Tage diverse Zukunftspläne diskutiert werden, will man dem bisherigen Ligakonkurrenten zwar nicht die kalte Schulter zeigen, doch treiben den Grödner Eishockeybegeisterten mehrere unklare Punkte die Sorgenfalten in die Stirn. Viele sehen den HCG als großen Verlierer dieser Fusion, da der Klub zurzeit schuldenfrei ist und man ohne große Verbindlichkeiten die Partnerschaft eingehen würde, während Fassa dagegen einen Berg an Altlasten vor sich her schiebt. Allein schon deshalb scheint ein Zusammenschluss – zumindest in diesem Sommer – sehr unwahrscheinlich. Außerdem verfügt Gröden, anders als Fassa, schon heute in fast allen Altersjahrgängen über vollbesetzte Jugendmannschaften.

Wie aus dem Vereinsumfeld durchsickert, geht die Tendenz des HC Gröden vielmehr dahin, auch kommende Saison in der Alps Hockey League auf Punktejagd zu gehen. Alternativ käme ein Wechsel in die IHL in Frage, mit dem man nach eigenen Angaben rund 200.000 Euro einsparen könnte. Für diesen Vorschlag scheint sich zurzeit aber ebenfalls keine begeisterte Mehrheit zu finden. Eine definitive Entscheidung über die Zukunft des ältesten Eishockeyvereins Südtirols dürfte spätestens mit der Neubesetzung des Ausschusses erfolgen.

Autor: fop

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