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Die Wipptal Broncos (in blau) hatten gegen HK Olimpija keine Chance. © Oskar Brunner

Kämpferherz allein reicht nicht: Broncos ohne Chance

David gegen Goliath: So konnte man die Ausgangssituation vor dem Match zwischen dem Grunddurchgangssieger HK Olimpija und den Wipptal Broncos beschreiben. Am Ende kassierten die personell arg gebeutelten Sterzinger eine derbe Abfuhr.

Weil der HC Gröden sein erstes Viertelfinalspiel erst am Sonntag bestreitet und auch der Playoff-Auftakt des HC Pustertal coronabedingt nach hinten verschoben wurde, waren die Wipptal Broncos das einzige Südtiroler Team, das am Samstag im Einsatz war. Gegen den haushohen Favoriten von HK Olimpija gab es in Ljubljana eine klare 3:7-Niederlage. Sterzing kämpfte zwar aufopferungsvoll, war aber praktisch von Beginn an ohne Chance – auch, weil viele Stammkräfte ausfielen.


Die Broncos sind gegen die hochfavorisierten Laibacher in der Best-of-5-Serie ohnehin krasser Außenseiter. Weil Trainer Dustin Whitecotton auch noch auf Dominik Bernard, Daniel Soraruf, René Deluca, Tommy Kruselburger und Ryan Valenti (und somit auf eine ganze Linie) verzichten musste, hätte es ein Eishockeywunder benötigt, damit Sterzing aus Slowenien etwas Zählbares mitnimmt. Am Ende ist es nicht dazu gekommen. Der 7:3-Sieg von Olimpija ist auch in dieser Höhe verdient. Allein das Schussverhältnis von 49:25 lässt erahnen, wie einseitig die Partie in der Hala Tivoli verlief.

Nach dem ersten Drittel ist alles entschieden
In der slowenischen Hauptstadt war am Samstagabend die vierte Minute angebrochen, da zappelte die Scheibe zum ersten Mal im Broncos-Netz. Juuso Pulli hatte sich hinter dem Tor seinen Weg gebahnt und Goalie Jonathan Reinhart aus spitzem Winkel das Nachsehen gegeben. In der Folge bekamen die Fans vor den TV-Bildschirmen Einbahnstraßen-Eishockey zu sehen, zwei weitere Tore waren die Folge: Zuerst traf der bärenstarke Ales Music nach einem blitzschnellen Gegenstoß mit einem platzierten Schuss zum 2:0 (17.), 24 Sekunden schob Ziga Pesut den Puck nach einer herrlichen Kombination mit Nik Simsic unter die Schoner von Reinhart hindurch zum 3:0.

Das Match war praktisch schon entschieden. Sterzing wehrte sich in der Folge aber trotzdem nach Kräften und versuchte auch, offensiv den einen oder anderen Nadelstich zu setzen. Tore machten zunächst aber die Hausherren, die durch den Ex-Bozner Ziga Pance (nach herrlichem Pass von Pulli) auf 4:0 erhöhten (29.). Nur 30 Sekunden später gab es jedoch ein kräftiges Lebenszeichen des Underdogs, der mit Hannoun zum 1:4 kam.
Gander & Co. kämpfen vorbildlich
Bei Olimpija, das heuer als Titelfavorit Nummer 1 gilt und in der nächsten Saison in der ICE Hockey League spielen wird, schlich sich danach zwar immer wieder Mal der Schlendrian ein (sodass Markus Gander noch zu einem Doppelpack kam), doch wenn die Slowenen wollten, konnten sie jederzeit einen Gang nach oben schalten. Schlussendlich schraubten Anze Ropret, Simsic und Marc-Olivier Vallerand (er kam erst vor wenigen Wochen von IHL-Klub Eppan) das Ergebnis auf 7:3 in die Höhe.

Deutlich enger ging es im zweiten Viertelfinale des Abends zu, in dem sich Asiago mit 2:1 gegen Cortina durchsetzte. Dabei trug sich mit Alex Frei (er traf in Überzahl zum 1:0 für Asiago) auch ein Südtiroler in die Torschützenliste ein. Der zweite Spieltag der Viertelfinals steht am Dienstagabend an.
AlpsHL, Viertelfinals – Spiel 1 (Serie Best-of-5)
HK Olimpija – Wipptal Broncos 7:3
1:0 Pulli (3.25), 2:0 Music (16.02), 3:0 Pesut (16.26), 4:0 Pance (28.16), 4:1 Hannoun (28.46), 5:1 Ropret (37.10), 5:2 Gander (44.34), 6:2 Simsic (51.09), 6:3 Gander (54.15), 7:3 Vallerand (55.20)
Serie: 1:0

Asiago – Cortina 2:1
1:0 Frei (7.24), 1:1 Giftopoulos (23.04), 2:1 Miglioranzi (49.42)
Serie: 1:0
Sonntag, 17.30 Uhr
HDD Jesenice – HC Gröden

Autor: det

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