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Dan Tudin ist der Aufsteiger, das Corona-Chaos der Absteiger. © Grafik: A. Delvai / Max Pattis/Optic Rapid

Overtime | Die Bilderbuchkarriere und das Corona-Chaos

Die neue SportNews-Overtime ist da – und damit auch die Auf- und Absteiger der vergangenen Eishockey-Woche. Heute im Fokus: Die einzigartige Karriere des Dan Tudin und das Corona-Chaos rund um die Playoffs in der Alps Hockey League.

Der Aufsteiger
Dan Tudin (Rittner Buam)

Wer kann von sich behaupten, einen Verein langfristig geprägt und dessen Geschichte um viele erfolgreiche Kapitel erweitert zu haben? Nur wenige – vor allem in Zeiten, in denen Loyalität im Eishockey-Zirkus nicht unbedingt großgeschrieben wird. Dan Tudin kann das aber.

Der 42-Jährige hat in 15 Saisonen auf dem Ritten nicht nur unzählige Titel gefeiert, sondern den Lauf eines bis dahin nicht erfolgsverwöhnten Vereines verändert. Er hat maßgeblichen Anteil daran, dass die Buam fünf Scudetti, eine AlpsHL, fünf Supercups und drei Pokalsiege im letzten anderthalb Jahrzehnt gewonnen haben. Trotz des fortgeschrittenen Eishockey-Alters war er in der laufenden Saison noch immer der wichtigste Mann im Heiskanen-Ensemble.

Doch Tudin war nicht nur ein herausragender Stürmer, der von den Gegnern gleichermaßen respektiert und gefürchtet wurde. Er ist auch abseits der Eisfläche ein Mentor, eine Inspiration für all jene Akteure, die gerade mit dem Eishockeyspielen begonnen hatten, als Tudin erstmals in der Ritten Arena auflief. Und so mag der Mann aus Kanada die Eishockey-Bühne zwar verlassen haben, Tudins Aura wird den Verein aber weiterhin prägen.

Der Absteiger
Das Corona-Chaos in der AlpsHL

Abgesehen von wenigen Ausnahmen blieb die Alps Hockey League während der gesamten Saison von den Tücken des Coronavirus verschont. Ausgerechnet jetzt, wenn die heißeste Phase der Saison beginnt, sorgt es aber für Chaos und Spielverschiebungen.

Eigentlich war alles angerichtet: Der HC Pustertal wollte in seinem letzten AlpsHL-Jahr am Samstag gegen den EHC Lustenau in die Mission Titelgewinn starten. Wegen „medizinischen Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19“ fiel die Partie jedoch ins Wasser. Es wurde versucht, das Spiel am Sonntag über die Bühne zu bringen, was jedoch nicht gelang.

Die Ligaspitze griff daraufhin zu drastischeren Mitteln und legte eine Best-of-three-Serie mit Start am Donnerstag als neuen Modus fest. Bleibt zu hoffen, dass dieser Termin eingehalten werden kann, ansonsten würde eine Entscheidung am grünen Tisch drohen. So oder so, das Coronavirus avanciert ausgerechnet jetzt zum ungewünschten Protagonisten und verursacht Chaos, welches alle betroffenen Vereine auf eine weitere, harte Probe stellt.

Autor: leo

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