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Lasse Uusivirta und Markus Spinell nehmen Dylan Stanley in die Zange. © Max Pattis

Ritten und das Faible für Österreich

Zunächst Salzburg, dann Kitzbühel und Linz, jetzt Feldkirch: Die Rittner Buam haben am Donnerstagabend den vierten Sieg in Serie gegen eine österreichische Mannschaft gefeiert. Gleichzeitig ballerte sich der HC Gherdëina aus der Krise.

Die Rittner Buam mussten im ersten Aufeinandertreffen mit den Vorarlbergern auf MacGregor Sharp und Kevin Fink verzichten. Im Tor stellte Coach Santeri Heiskanen wieder die etatmäßige Nummer 1 Hannes Treibenreif auf. Die Partie selbst begann unterhaltsam. In den ersten 20 Minuten fanden beide Teams zahlreiche Möglichkeiten vor, Treffer wollte jedoch keiner gelingen.


Zu Beginn des Mitteldrittels mussten die Rittner Buam zwei Mal in Unterzahl agieren, 12 Sekunden sogar bei 3 gegen 5. Aber Dan Tudin & Co. überstanden diese Situation gegen das viertbeste Powerplay der Liga schadlos, obwohl die Gäste Schuss um Schuss auf das Gehäuse von Treibenreif feuerten. Nach einer halben Stunde flachte das Match ab, die beste Chance für Feldkirch sollte aber noch kommen. In der 34. Minute tauchte Neuzugang Linus Lundström – er ersetzt den nach Amerika zurückgekehrten Jakob Stukel – mutterseelenallein vor Treibenreif auf, Rittens Nummer 25 war aber hellwach und bewahrte sein Team vor dem sicher geglaubten Rückstand. Weil auch Gäste-Goalie Alex Caffi im Mittelabschnitt ganze 19 Schüsse abwehrte, blieb es nach 40 Minuten beim 0:0.

Auf Tudin ist Verlass
Nach fünf Zeigerumdrehungen im Schlussdrittel musste Pfennich in die Kühlbox – und die Rittner nutzten ihr erstes Powerplay prompt aus: Simon Kostner bediente Tudin, der einen Schuss antäuschte, Spinell am zweiten Pfosten anspielte, der die Scheibe etwas glücklich im langen Eck versenkte. Der Treffer nahm den Gästen den Wind aus den Segeln. Erst fünf Minuten vor der Sirene meldeten sie sich zurück. Dieses Mal agierten sie mit einem Mann mehr und trafen: Mairitsch gab Treibenreif nach einem Gewusel das Nachsehen.

Eine halbe Minute vor dem Ende kassierte Stanley eine Strafe. Den Vorteil konnten die Rittner in der regulären Spielzeit noch nicht ausnützen, dafür fiel in der Verlängerung nach 74 Sekunden das entscheidende 2:1. Tudin bezwang den starken Caffi mit einem präzisen Schuss ins Kreuzeck und bescherte seiner Mannschaft so den Zusatzpunkt.

Maximilian Sölva & Co. hatten gegen Linz keine Mühe. © studioKOSTNER | www.kostner.info


Der HC Gherdëina hat unterdessen einen lebenswichtigen Sieg gegen die Steel Wings Linz gefeiert. Zunächst hatten die Ladiner mehr Mühe als erhofft, letztlich feuerten sie beim 7:1 aber ein wahres Torfeuerwerk ab.

Dabei begann das Spiel überhaupt nicht nach dem Geschmack der Hausherren, die erstmals unter Neo-Coach Joni Petrell aufliefen: Denn das von drei Neuzugängen aus der OHL angeführte Linz hatte die besseren Chancen. Jake Smith verhalf seinem Team jedoch stets aus der Patsche. Je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen die Furie ins Spiel. Mehr noch: Mit der ersten Chance des Spiels gingen sie dank eines Schusses von Daniel Costa aus dem Slot in Führung – 1:0 hieß es zur Pause.
Einseitiges Mitteldrittel
Nach dem Seitenwechsel drangen die Hausherren auf das 2:0, das allerdings nicht gelang. Stattdessen profitierte Linz von einem haarsträubenden Puckverlust von Michael Sullmann an der gegnerischen blauen Zone und glich durch Pauschenwein aus. Dieser Treffer war allerdings nur ein kurzes Strohfeuer: Als die Petrell-Truppe im Powerplay agierte, nahm Christian Willeit von der blauen Linie Maß und platzierte den Puck mit einem Handgelenkschuss in den Winkel. Wenige Augenblicke später machte Sullmann seinen Fehler gut und erzielte das 3:1. Damit war es um die Gegenwehr der Linzer geschehen – Gröden spielte befreit auf und entlud den ganzen Frust, der sich zuletzt aufgestaut hatte. Sullmann und Leo Messner per Nachschuss sowie David Galassiti nach schöner Vorarbeit von Patrick Tomasini stellten auf 6:1.

Weil im letzten Drittel beide Teams auf Sparflamme spielten, tat sich nicht mehr viel. Gröden holte nach vier Niederlagen in Serie einen lang ersehnten Sieg, dank dem die Furie auf den 11. Platz springen. Matt Wilkins fixierte wenige Minuten vor dem Ende mit einem satten Schuss ins Kreuzeck das 7:1.
AlpsHL: Die Ergebnisse
HDD Jesenice – SG Cortina 3:2
Tore: 1:0 Rajsar (4.02), 2:0 Hebar (18.07), 2:1 Phil Pietroniro (28.03), 2:2 Adami (36.30), 3:2 Sodja (38.35)

Olimpija Ljubljana – Red Bull Juniors 2:5
Tore: 0:1 Ropret (00.10), 1:1 Rattensberger (10.41), 2:1 Pance (16.09), 2:2 Borzecki (16.33), 2:3 Dube (34.22), 2:4 Dube (41.39), 2:5 Eham (58.08)

Rittner Buam – VEU Feldkirch 2:1 n.V.
Tor: 1:0 Spinell (46.02), 1:1 Mairitsch (15.04), 2:1 Tudin (61.14)

HC Gherdëina – Steel Wings Linz 7:1
Tore: 1:0 Costa (14.14), 1:1 Pauschenwein (23.08), 2:1 Willeit (26.31), 3:1 Sullmann (30.42), 4:1 Sullmann (32.21), 5:1 Messner (34.47), 6:1 Galassiti (37.49), 7:1 Wilkins (58.05)

Die Tabelle:

SPGUVTVP
1. HC Pustertal18130481:5747
2. Olimpja Ljubljana161214112:4245
3. Jesenice13101273:4438
4. HC Asiago17111476:4937
5. Salzburg II17100587:5736
6. Lustenau17100676:5335
7. Feldkirch1570767:6233
8. SG Cortina1771782:7831
9. Bregenzerwald16100572:7630
10. Rittner Buam18100768:8630
11. HC Gherdeina18401274:9423
12. HC Fassa1450855:6422
13. Wipptal Broncos17501266:8720
14. Kitzbühel18201460:8917
15. Klagenfurt II1230857:7413
16. Linz II15001424:1182

Autor: leo/pm

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