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Großer Jubel bei den Kalterer Hechten nach dem IHL-Titel. © Foto Max Pattis

Die Sensation ist perfekt: Kaltern kürt sich zum Meister

Sie haben es wieder getan: Die Kalterer Hechte kürten sich, nach ihrem Triumph 2019, auch in dieser Saison zum Meister der Italian Hockey League. Wieder hieß der Finalgegner Meran, wieder gingen die Überetscher als Triumphator vom Eis.

Von Thomas Debelyak aus Altenburg, Kaltern



Es war eine spektakuläre Finalserie, die sich Kaltern und Meran geliefert haben. Am Ende hat sich der Underdog durchgesetzt. Dank des 3:2-Erfolgs nach Verlängerung am Donnerstagabend stellten die Überetscher in der Best-of-5-Serie auf 3:1 und setzten sich so die IHL-Krone auf. Für Meran geht die Saison dagegen ohne Titel zu Ende. Dabei waren die Kurstädter als großer Favorit in die heurige Spielzeit gegangen und wurden dieser Rolle zunächst auch gerecht. Sowohl im Grunddurchgang als auch in der Postseason war man eine Klasse für sich – bis im Finale Kaltern kam.

Die Hechte waren heuer zwar als Titelverteidiger gestartet, zählten aufgrund eines personellen Umbruchs aber nicht zu den Anwärtern auf die Trophäe. Auch in den Playoffs mussten Michael Felderer & Co. mehrmals in letzter Sekunde den Kopf aus der Schlinge ziehen, doch wenn es drauf ankam, war mit den Kalterern zu rechnen. Und so entschieden sie eine spektakuläre Finalserie mit einem 3:2-Sieg nach Verlängerung für sich und holten den vierten Zweitligatitel der Vereinsgeschichte nach 2000/01, 2007/08 und 2018/19.

Ein spektakuläres Finale
In den ersten Minuten war es Meran, das nach der Niederlage in Spiel 3 merklich angestachelt agierte und versuchte, ein hohes Tempo zu gehen. Kaltern stand in der Defensive zunächst aber sicher und ließ nicht viel zu. In der 11. Minute brach der Defensiv-Riegel um Florian Massar aber erstmals in Stücke: Während einer energischen Meraner Druckphase kam es vor dem Kalterer Tor zu einem Getümmel, in dem Verza goldrichtig stand und zum 1:0 einschob. Noch im selben Drittel lag den Meraner Cracks der zweite Torschrei auf den Lippen, doch Juscak traf nur den Innenpfosten, von wo aus der Puck ins Feld zurückrutschte.

Zwischen Kaltern und Meran ging es – wie bereits die ganze Finalserie – ordentlich zur Sache. © sn


Richtig Feuer kam im zweiten Abschnitt in die Partie, auch, weil Kaltern nun besser im Spiel war. Michael Felderer setzte die erste Duftmarke, traf jedoch nur den Außenpfosten, dann erhöhte Meran durch den starken Christian Lombardi auf 2:0, der nach einem feinen Zuspiel von Oscar Ahlström Goalie Morandell das Nachsehen gab. Kaltern reagiert – und zwar mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch und wahrer Cleverness in den entscheidenden Phasen. Binnen weniger Minuten mussten die Meraner Borgatello und Stablum in die Kühlbox, beide Male nutzten die Hechte das Powerplay ideal aus und kamen so zum Ausgleich. Mitentscheidend war AlpsHL-Crack Maxi Sölva (er spielte diese Saison beim HC Gröden), der zuerst selbst ins Schwarze traf und auch beim zweiten Treffer den Schläger im Spiel hatte, als Tragust seinen Schuss vor De Donà abprallen ließ und dieser zum 2:2 einschob
Siegtreffer mit erstem Saisontor
Im Schlussdrittel entwickelte sich ein Spiel auf des Messers Schneide, in dem Kaltern entschlossener wirkte und auf den Siegtreffer drückte, doch ein Treffer wollte nicht fallen. Es ging also in die Overtime. Hier hatte zunächst der junge Raphael Felderer den Siegtreffer auf dem Schläger, ehe die große Stunde von Michele Volcan schlug: Mit seinem ersten Tor in dieser Saison (!) traf er zum 3:2 und schoss Kaltern somit zum Titel.
IHL-Finale, Spiel 4
Kaltern – Meran 3:2 n.V.

SV Kaltern: Morandell (Alex Andergassen); Marko Virtala-Cappuccio, Volcan-Simon Vinatzer, Massar-Schöpfer, Gruber; De Dona-Teemu Virtala-Michael Felderer, Maximilian Sölva-Andreas Vinatzer-Raphael Felderer, Gius-Bastian Andergassen-Oberrauch, Simon Andergassen-Fill-Erschbamer
Coach: Karl Anderlan

HC Meran: Tragust (Marinelli); Borgatello-Stablum, Pföstl-Radin, Beber-Doliana, Hellweger; Victor Ahlström-Oscar Ahlström-Ansoldi, Thaler-Mitterer-Platzer, Gellon-Cassibba-Juscak, Verza-Lombardi-Kobler
Coach: Doug McKay

Tore: 0:1 Verza (10.52), 0:2 Lombardi (28.25), 1:2 Maxi Sölva (29.35), 2:2 De Donà (36.37), 3:2 Volcan (73.54)

Best-of-5-Serie: 3:1

Schlagwörter: Eishockey

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