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Ingemar Gruber beim HC Meran im Jahre 2016. © S. Mitterer

Ingemar Gruber nach Comeback: „Hockey ist mein Leben“

Ingemar Gruber hat sich zu einem erneuten Comeback überreden lassen: Im Playoff-Viertelfinal gegen Alleghe stand der 41-Jährige zweimal für Meran auf dem Eis. Im SportNews-Interview hat Gruber unter anderem verraten, wie er die Chancen „seiner“ Passerstädter auf den Meistertitel einschätzt.

Ingemar Gruber hat in seiner Laufbahn viel erlebt: Im Alter von 22 Jahren gewann Gruber 1999 mit dem HC Meran den Serie-A-Titel in einem historischen Finale gegen den HC Bozen. 2004 wechselte er zum SV Ritten, wo er sich 2014 seinen zweiten Titel in der höchsten italienischen Liga sicherte. Außerdem stehen dem ehemaligen Nationalspieler auch drei Italienpokale, bzw. zwei Supercups zu Buche.

Zur Saison 2015/16 erfolgte dann die Rückkehr zu seinem Heimatverein Meran, die er mit dem Serie-B-Meistertitel krönte. Als Gruber am 6. April 2016 die Serie-B-Trophäe in den Himmel stemmte, stand sein Entschluss Karriereende eigentlich fest. Am Ende hing er noch zwei Jahre dran. Nach der vergangenen Saison (2017/2018) sollte dann endgültig Schluss sein für den Verteidiger. Nun fügt Urgestein Gruber seiner langen Karriere, die im Trikot der Adler begann, also ein weiteres Kapitel hinzu.


Mit SportNews sprach Gruber über…


…sein erneutes Comeback:
„Meran hatte im Vorfeld der Playoff-Viertelfinals gegen Alleghe mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. So wurde ich mehrfach gefragt, auch von Coach Max Ansoldi, ob ich nicht noch einmal einspringen könnte. Irgendwann konnte ich nicht mehr Nein sagen, denn ich liebe diesen Verein und den Sport einfach zu sehr. Nun im Playoff-Halbfinale gegen Brixen werde ich aber nicht auflaufen können, weil ich arbeitsbedingt unterwegs sein werde.“

… einen möglichen Einsatz in den Finalspielen:
„Ich bin derzeit viel unterwegs mit meinem mobilen Pizzaservice, auch im Ausland. Der Beruf geht bei mir mittlerweile einfach vor. Dennoch komme ich vom Eishockey nicht ganz los: In dieser Saison bin ich Max (Ansoldi) oftmals als Co-Trainer zur Seite gestanden. Vor allem bei den Heimspielen habe ich dazu auch meistens die Zeit gefunden. Eines steht fest: Falls der Verein mich braucht, werde ich in den Finalspielen wieder als Spieler zur Verfügung stehen.“

… die Favoriten und die Chancen von Meran auf den Meistertitel:
„Schwer zu sagen. Kaltern und Fiemme ( stehen sich derzeit im Viertelfinale gegenüber, Anm.d.Red. ) haben sehr starke Mannschaften. Aber erstmal erwartet uns im Halbfinale ein schwieriger Gegner: Brixen ist ein Newcomer-Team, allerdings haben die Falcons erfahrene Spieler in ihren Reihen. In den Playoffs sind die Erfahrung und die Breite des Kaders entscheidend. Wenn bei uns noch alle fit werden, könnten wir mit vier Linien auflaufen und sind dann auch schwer zu besiegen.“

… wie man sich eigentlich in fortgeschrittenen Alter fit hält:
„Hockey ist mein Leben, mein Herz schlägt einfach für den Sport. Deswegen ist die Lust auch nach wie vor da, obwohl ich wenig Zeit zum Trainieren habe. Mit meiner Erfahrung und meinem Stellungsspiel kann ich mich nach wie vor retten.“

… sein letztes Comeback beim HC Meran:
(lacht) „Ich hoffe doch sehr. Aber ich sage besser nix dazu.“


Fragen: David Lechthaler

Autor: dl

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