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6. April 2019: Kaltern holt sich in Meran den Italienmeistertitel. © Pattis

SV Kaltern | Der Meister backt kleinere Brötchen

Am nächsten Samstag beginnt die IHL-Meisterschaft. Mit dabei werden heuer fünf Südtiroler Teams sein. SportNews nimmt die Mannschaften unter die Lupe, den Anfang macht Meister und Pokalsieger Kaltern.

Pokalsieg und Meistertitel: Wenn man von einer perfekten Saison sprechen kann, dann ist das, was der SV Kaltern im letzten Jahr geleistet hat, verdammt nahe dran. Im Sommer hat es bei den Hechten aber einen großen Aderlass gegeben, durch den viel Klasse und Erfahrung verloren gegangen ist. Fest steht: Die Mission Titelverteidigung wird für die Hechte eine ganz schwere.

Der Trainer
Hier müssen die Kalterer einen schmerzhaften Abgang wegstecken: Stan Moore, der Baumeister des Kalterer Double-Erfolgs, ist nach seinem einjährigen Abenteuer in Kaltern in die USA zurückgekehrt, wo er näher bei seiner Familie sein und dort eine Mannschaft trainieren will. Sein Erbe tritt ein Mann an, der ähnliche Voraussetzungen wie Moore mitbringt: Malcolm Cameron hat – genauso wie sein Vorgänger – bisher noch nie eine Mannschaft in Europa trainiert. In seiner Trainerkarriere betreute der Kanadier vorwiegend Teams aus der ECHL.
Die Abgänge

Hat überraschend eine Pause eingelegt: Thomas Waldthaler.

Kaltern musste zahlreiche Schlüsselspieler der letzten Saison ziehen lassen. Am meisten schmerzt der Abgang von Daniel Tedesco: Der Kanadier war im Vorjahr mit 63 Punkten der beste Scorer der gesamten Liga und wechselt nun in die Alps Hockey League zu Asiago. Überraschend kam der Abgang von Kapitän Thomas Waldthaler, der unmittelbar vor Trainingsstart aus Motivations- und familiären Gründen eine Pause eingelegt hat – nicht ausgeschlossen, dass er im Laufe der Saison aber wieder zurückkommt. Tobias Steiner und Alex Sullmann kehren zum HC Unterland zurück, Martin Pircher und Manuel Gamper haben ihre Laufbahn beendet und auch Federico Colombo ist nicht mehr Teil des Kalterer Kaders.
Die Zugänge

Ist kein Neuzugang, seine Bestätigung ist aber doch ein Coup: Alex Andergassen.

Zwei namhafte Akteure konnte die Vereinsführung an Land ziehen: Von den Wipptal Broncos kommt Verteidiger Daniel Maffia mit der Referenz von 120 Alps-Hockey-League-Spielen nach Kaltern, von Gröden wurde mit Benjamin Kostner ein ebenfalls erfahrener Spieler verpflichtet, der in den letzten Jahren stets Assistenz-Kapitän der Furie war. Neu im Kader sind zudem Luca De Donà (er spielte zuletzt in Amerika) und Hannes Clementi (er kam zuletzt bei Sterzings zweiter Mannschaft zum Einsatz). Aufgefüllt wird der Kader noch mit zahlreichen jungen Talenten, wobei Matthias Fill, Tobias Morandell und Jonas Schöpfer schon fixer Teil des Teams sind. Wichtige „Coups“ waren für Kaltern auch die Bestätigungen des Torhüterduos Alex Andergassen/Daniel Morandell und von Florian Wieser.
Die aktuelle Form
Die Vorbereitung war keine einfache für die Hechte: Weil sämtliche Linien im Vergleich zum letzten Jahr umgestellt werden mussten, fehlte oft die Abstimmung. Auch vom spielerischen her ist noch Luft nach oben. In den Testspielen gegen Eppan und Neumarkt gab es knappe Niederlagen, im Supercup-Finale gegen Ritten hagelte es eine – absehbare – 2:7-Pleite.
Das Ziel
„Das Halbfinale ist das Saisonziel. Meister kann heuer nur Meran werden. Weil sich die restlichen Südtiroler und auch italienischen Teams gut verstärkt haben, werden die Plätze zwischen 2 und 8 heiß umkämpft sein“, erklärt Matthias Lobis, Präsident der Hechte.

Autor: det

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