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In völlig neuem Kleid präsentiert sich das Unterlandler Eishockey.

Unterland Cavaliers | Wie Phönix aus der Asche

Wenn am kommenden Wochenende die IHL-Saison beginnt, dann steht ein Team besonders im Fokus: Hockey Unterland Bacio della Luna. Die Cavaliers einen die beiden südlichsten Eishockeyklubs Südtirols, die Aurora Frogs und den HC Neumarkt. Aus jahrzehntelanger Rivalität soll ein gemeinschaftliches Vorzeigeprojekt werden.

Seit geraumer Zeit stand am Fuße Castelfeders ein gemeinsames Eishockeyteam zur Debatte. Jetzt wurden Nägel mit Köpfen gemacht: Was in der Jugend seit Jahren erfolgreich Früchte trägt, soll sich nun in Form einer gemeinsamen ersten Mannschaft über verbreitetes Kirchturmdenken hinwegsetzen, Kritiker mit Erfolgen verstummen lassen und zu einem Südtirolweiten Eishockey-Aushängeschild werden. Die Traditionsklubs aus Auer und Neumarkt bleiben bestehen, doch als Sammelbecken für den Seniorbereich wurde mit den Hockey Unterland Cavaliers ein neuer Verein aus der Taufe gehoben. Dieser bezieht seinen Namen von den Rittern, die im Mittelalter den Hügel zwischen den beiden Dörfern besiedelten, und trägt seine Heimspiele fortan in der Neumarkter WürthArena aus. Eine Handvoll Liga-Auftritte sind auch in der Kultspielstätte in der Aurer Schwarzenbachzone geplant, die als einziges IHL-Stadion ohne Dach auskommt.

Der Trainer
Miha Zbontar scheint wie geschaffen für die Einstellung als erster Coach der Cavaliers. Der frühere Serie-A-Spieler aus Slowenien ist seit vier Jahren im Neumarkter und Aurer Nachwuchssektor tätig und kennt die junge IHL-Truppe somit aus dem Effeff. Gilt Zbontar als harter Hund, der auch schon mal aus der Haut fahren kann, so ist sein Assistent, der ruhige Finne Tuomo Harjula, der perfekte Gegenpol zu ihm. Beide ergänzen sich sowohl auf, als auch abseits der Eisfläche bestens.

Unterland-Präsident Gerd Grossgasteiger und Trainer Miha Zbontar bei der Vertragsunterschrift.

Der Kader
Mit einem Durchschnittsalter von knapp 21 Jahren stellen die Cavs die mit Abstand jüngste Mannschaft der gesamten IHL. Der mit Jungspunden bespickte Kader resultiert allerdings auch auf der Tatsache, dass unzählige erfahrene Spieler der Aurora Frogs den Weg zu den Cavaliers nicht mitgegangen sind. Umso bemerkenswerter: 25 der 27 Kaderspieler wurden im Unterland ausgebildet.

Hockey Unterland verfügt über das jüngste Team der Liga.

Eine tragende Rolle ist Alex Sullmann vorbehalten. Der ehemalige Nationalspieler und letztjährige Kalterer Meistercrack soll die Defensive führen. Ihm folgte auch Moritz Steiner zurück ans andere Etschufer. Im Sturm dagegen wollen Philipp Calovi und Dominik Massar ihre Erfahrung einbringen – ebenso wie der einzige Legionär im Aufgebot, der Italo-Kanadier Michael Buonincontri. Er brachte es über Jahre hinweg in Frankreichs zweiter Liga auf eine beachtliche Punkteausbeute und soll nun den Nachwuchscracks als Vorbild dienen. Erfahrung mit jungen Spielern hat der 25-Jährige jedenfalls, betreibt sein Vater in Kanada doch eine Eishockeyschule.
Die aktuelle Form
Die Cavaliers haben fünf Testspiele – allesamt gegen künftige Ligakonkurrenten – bestritten und vier davon gewonnen, dabei trafen sie im Schnitt vier Mal ins Schwarze. Diese Bilanz ist zwar überraschend, zeugt aber vom großen Talent innerhalb der Mannschaft und von einer guten Verfassung, die wohl auch auf dem frühen Start des Eistrainings (2. August) beruht. Im Endeffekt sind diese Ergebnisse allerdings nur für die Stimmung innerhalb des Teams und im Umfeld wichtig, schließlich rücken erst mit dem Ligaauftakt am Samstag in Brixen die Resultate in den Vordergrund.
Das Saisonziel
„Wir haben eine neu zusammengewürfelte Mannschaft in einer neuen Liga, einen bestimmen Tabellenplatz anzuvisieren, wäre demnach vermessen. Wir wollen im Unterland eine neue Eishockey-Begeisterung entfachen und unseren vielen Talenten eine Bühne bieten – und ich kann versichern, diese haben wirklich was drauf!“, verrät Unterland-Präsident Gerd Grossgasteiger.

Bereits vorgestellt:
SV Kaltern


Autor: alexander foppa

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