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Die FCS-Profis freuen sich über Platz neun zu Saisonhalbzeit. (Foto: DLife) Starker Saisonbeginn, zuletzt nicht mehr ganz in Topform: Michael Cia. (Foto: DLife) Rocco Costantino ist mit sieben Toren bester FCS-Schütze. (Foto: DLife)

Die Tops und Flops der FCS-Hinrunde

Der FC Südtirol liegt auf Kurs. Mit 24 Punkten liegen die Weiß-Roten zu Saisonhalbzeit auf dem achten Platz – und damit auf Play-off-Kurs. Doch wie sieht es bei Südtirols einzigem Profiklub sonst aus?

TOPS

Fabian Tait: Der Salurner hat sich nicht nur zum Führungsspieler beim FC Südtirol gemausert, sondern auch zu einem der besten Rechtsverteidiger der Serie C. Vor allem offensiv ist Tait eine Waffe – was er mit einem Doppelpack gegen Modena eindrucksvoll unterstrich. Pech für Tait, dass die Treffer offiziell nicht gelten, weil sich Modena aus der dritten Liga zurückgezogen hat. Trotzdem: Tait ist eine Garantie.

Filippo Sgarbi: Innenverteidiger die mit 19 Jahren schon eine Abwehr dirigieren, sind im Profifußball rar gesät. Filippo Sgarbi ist einer von ihnen. Mit dem 1,91 Meter große Verteidiger, der am 29. Dezember 20 wird, hat der FC Südtirol einen Topverteidiger geholt. Im Vorjahr bei Caronnese zeigt Sgarbi, dass die Serie D eine hervorragende Schule ist. Sgarbi ist nicht nur defensiv stark, sondern zeigt auch im Spielaufbau Qualitäten. Weil auch Kevin Vinetot, Marco Baldan und Martin Erlic überzeugen hat der FCS heuer die beste Abwehr aller Zeiten.

Rocco Costantino: Als Reservespieler verpflichtet, zeigte der 27-jährige, dass er mehr drauf hat. Sieben Tore in 17 Spielen (das Modena-Tor zählt nicht) ist eine hervorragende Bilanz – vor allem wenn man bedenkt, dass der Italo-Schweizer seine erste Profisaison spielt. Bisher war Costantino, der in Aarau geboren wurde, in der Serie D unterwegs. Dort erzielte er in 64 Spielen für Pesaro 32 Tore.

Die linke Seite: Über rechts kommt Tait, links teilen sich Andrea Zanchi und Paolo Frascatore die Arbeit. Während Zanchi am Anfang stark war und zuletzt mit Blessuren zu kämpfen hatte, spielt aktuell Ex-U21-Nationalspieler Frascatore als linker Flügel. Zu Beginn der Saison war der Römer, der im Vorjahr ein verschenktes Jahr bei Lausanne hatte, noch in der Dreierkette gesetzt. Dort kommt Frascatores große Stärke, der Spielaufbau, besser zum tragen. Zudem ist er offensiv nicht so durchschlagskräftig wie Zanchi. Trotzdem gilt: Egal wer spielt, die linke FCS-Seite ist stark.

Aladino Valoti: Der neue Sportdirektor hat ganze Arbeit geleistet. Er hat einen FC Südtirol ohne große Namen, dafür mit viel Qualität und Teamgeist zusammengestellt. Zudem beweist Valoti, dass er gut vernetzt ist. Costantino und Sgarbi holte er aus der Serie D und auch Renny Smith (er wurde bei Chelsea und Arsenal ausgebildet und hat Junioren-Länderspieler für Österreich bestritten) ist ein Volltreffer. Gelingt es ihm jetzt noch einen starken Stürmer zu holen, dann hat er sich in seinem ersten FCS-Jahr Höchstnoten verdient. Auch weil er – im Gegensatz zu seinem Vorgänger Luca Piazzi – endlich gute Abwehrspieler nach Bozen geholt hat.

Der Trainer: Paolo Zanetti ist zwar der jüngste Profitrainer Italiens und hat wenig Erfahrung, doch er ist ein Topcoach. Zanetti ist ein akribischer Arbeiter und hat einen guten guten Draht zu seiner Mannschaft. Der FC Südtirol ist für jeden Gegner eine hart zu knackende Nuss und zudem taktisch, im Pressing und im Spielaufbau sehr variabel – Pluspunkte, die Zanetti zuzuschreiben sind.


FLOPS

Marco Berardi & Jeremy Broh: Im Mittelfeld ist der FC Südtirol top besetzt. Das bekommen Berardi und Broh zu spüren. Beide sind hervorragende Spieler, kommen aber kaum zum Zug. Während Broh lange verletzt war und zumindest zu acht Teileinsätzen kam, ist Neuzugang Berardi eine Enttäuschung und kommt nur auf 66 Spielminuten. Dabei bringt der 21-jährige, der im Vorjahr bei Tuttocuoio in der Serie C Stammspieler war, alle Voraussetzungen mit um beim FC Südtirol eine wichtige Rolle zu spielen. Vielleicht wird es in der Rückrunde noch was – wenn sie nicht im Winter abgegeben werden.

Verschenkte Punkte: In einigen Spielen hat der FC Südtirol zwar gut gespielt, aber nicht den verdienten Lohn eingefahren. Das liegt auch daran, dass der Mannschaft offensiv die Kreativität fehlt und sie sich gegen tief stehende Gegner schwer tut. Emmanuel Gyasi hat zwar ein großes Potenzial, ist aber unkonstant. Hannes Fink und Michael Cia spielen oft gut, aber selten sehr gut. Zudem hatte der FCS in der Hinrunde kein Schiedsrichter-Glück.

Eigene Jugendspieler: Mit Cia und Fink kamen nur zwei Eigengewächse in der Hinrunde zum Einsatz. Es ist seit Jahren die gleiche Leier, doch eigenen Jugendspieler hat der FCS auch heuer noch keinen herausgebracht. Das wird auch noch ein Weilchen so bleiben. Junioren-Nationaltorhüter Simone Tononi (er saß heuer ein paar Mal auf der Bank) ist erst 15 Jahre alt und Filippo Carella konnte nicht überzeugen. Er wurde mittlerweile zu Trient ausgeliehen.


SN/cst

Autor: sportnews

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