a Serie C

Davide Voltan und Raphael Odogwu fanden kein Durchkommen gegen die Avellino-Abwehr. © Fotoservizio Bordoni

Enttäuschender Abschluss: FCS fliegt aus dem Playoff

Es hätte die große Aufholjagd werden sollen, doch am Ende war der letzte Saisonauftritt des FC Südtirol nicht mehr, als ein laues Lüftchen. Zwar sprang nach 99 Spielminuten ein Sieg heraus, doch der konnte nicht über die enttäuschende Leistung hinwegtäuschen. Über eine Stunde lang agierten die Weißroten in Überzahl.

Avellino zieht trotz der 0:1-Niederlage an diesem 2. Juni in das Playoff-Halbfinale ein. Die Süditaliener raubten dem FC Südtirol durch Zeitspiel und viele Sticheleien den letzten Nerv. Durch den 2:0-Erfolg im Hinspiel konnten sie es sich leisten. Dabei hatten sich die Weißroten nicht immer im Griff. Kapitän Hannes Fink ließ sich zu einer Tätlichkeit gegen Salvatore Aloi hinreißen, hatte aber Glück, dass es das Schiedsrichter-Gespann nicht gesehen hatte (21.).


Kurz darauf flog Aloi selbst vom Platz. Als der Avellino-Kapitän innerhalb von sieben Minuten zwei Mal die Gelbe Karte sah, schwächten sich die Gäste selbst. Doch der FC Südtirol konnte kein Kapital daraus schlagen. Die Kampanier nahmen mit Emanuele Santaniello einen Stürmer vom Feld und verteidigten fortan in einem 5-3-1-System, welches durch das einfallslose Aufbauspiel der Weißroten nicht zu knacken war. Der FC Südtirol agierte extrem linkslastig, Nermin Karic (er rückte kurzfristig für Emanuele Gatto in die Startelf) und Gabriele Morelli waren auf rechts Totalausfälle. Das Fehlen von Fabian Tait, der normalerweise die rechte Mittelfeldseite beackert, konnte nicht kompensiert werden.

Aus dem Spiel heraus kam der FC Südtirol kaum zu Möglichkeiten. Einzig ein Schuss von Davide Voltan strich knapp am Tor von Francesco Forte, der wegen Zeitschindens von der ersten Sekunde an die Pfiffe der Zuschauer im Drususstadion auf sich zog, vorbei (49.). Ansonsten blieben die Weißroten erschreckend harmlos – in einem Spiel, in dem es um alles oder nichts ging. Die beste Chance hatte Manuel Fischnaller, der kurz vor der Pause einen Kopfball an die Querlatte setzte (39.).

Siegtor nur Ergebniskosmetik
So etwas wie Spannung kam erst in der Schlussphase auf. Zuerst wurde ein Treffer von Morelli wegen Abseits annulliert (82.), dann erging es Raphael Odogwu genauso (85.). Wer auf eine FCS-Schlussoffensive gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Stefano Vecchi warf zwar all seine Offensivspieler in das Gefecht, doch eine Druckphase konnten Daniele Casiraghi & Co. nicht aufbauen. Schließlich gelang ihm doch noch sein 17. Saisontor. In der 98. Minute sprach Schiedsrichter Alessandro Di Graci dem FCS einen schmeichelhaften Elfmeter zu, den Casiraghi eiskalt zum 1:0-Endstand verwandelte.

Während Avellino im Playoff-Halbfinale auf Padova trifft, ist die Saison für den FC Südtirol zu Ende. Vor allem die Art und Weise des Ausscheidens lässt die rund 700 Zuschauer im Drususstadion mit einem faden Beigeschmack zurück. Gegen Avellino konnten die Südtiroler in 180 Minuten zu keinem Zeitpunkt ihr Potenzial abrufen. Wie es mit Trainer Vecchi und den Leistungsträgern um Casiraghi weitergeht, werden die nächsten Sommermonate zeigen.
Serie C, Playoff-Viertelfinale, Rückspiel
FC Südtirol – US Avellino 1:0
FCS (4-3-2-1): Poluzzi; Morelli, Curto, Vinetot (ab 81. Davi), Fabbri (ab 81. Magnaghi); Karic (ab 54. Greco), Fink (ab 66. Rover), Beccaro (ab 46. Odogwu); Voltan, Casiraghi; Fischnaller
Trainer: Stefano Vecchi

Avellino (3-5-2): Forte; Ciancio, Dossena, Illanes; Rizzo (ab 86. Adamo), Carriero (ab 86. Miceli), Aloi, D’Angelo, Tito; Santaniello (ab 31. De Francesco), Maniero (ab 74. Bernardotto)
Trainer: Piero Braglia

Tor: 1:0 Foulelfmeter Casiraghi (90.+9)

Gelb-Rote Karte: Aloi (27.)
Die weiteren Ergebnisse
Alessandria - Feralpisalò 1:0
1:0 Arrighini (45.+2)

Catanzaro - Albinoleffe 0:1
0:1 Gelli (84.)

Padova - Renate
0:1 Galuppini (49.), 0:2 Kabashi (56.), 0:3 Giovinco (66.), 1:3 Rolando (82.)

Autor: christian.staffler

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