a Serie C

Dirigent an der Seitenlinie: Paolo Zanetti © Felice Calabro' / Felice Calabro'

INTERVIEW | FCS-Trainer Zanetti: „Das Feuer ist zurück!“

Auch wenn es lange Zeit nicht danach aussah, ist Paolo Zanetti beim FC Südtirol geblieben. Im SportNews-Interview verrät der 35-jährige Cheftrainer den Grund und erklärt, wie er den „neuen“ FCS aufbauen will.

Von Christian Staffler aus Stange

Paolo Zanetti, lange Zeit war es unklar ob Sie beim FC Südtirol bleiben oder nicht. Am Ende sind Sie geblieben. Warum?
Nach dem Ausscheiden im Play-off-Halbfinale gegen Cosenza war ich leer und müde. Ich musste nachdenken und habe dann das Feuer wieder gespürt. Ich hatte einige Angebote von anderen Klubs, doch an einem bestimmten Punkt wusste ich, dass der FC Südtirol mein Verein ist und ich hier weiterarbeiten will.

Lassen wir die vergangene Saison hinter uns und blicken nach vorne: Wie zufrieden sind Sie mit den bisherigen Neuverpflichtungen?

Die Gruppe aus der Vorsaison gibt es nicht mehr. Wir starten mit neuen Spielern, vielen Jungen und einigen Erfahrenen – aber alle bringen viel Qualität mit. Das ist unser Stil und diesen Weg werden wir weitergehen. Ich bin zufrieden, denn Sportdirektor Paolo Bravo weiß genau was er will und arbeitet sehr gut. Außerdem wollen wir in Zukunft den einen oder anderen aus der eigenen Jugend eine Chance geben. Simone Zanon macht den Anfang.

Es gibt viele Neuzugänge. Aber auch den einen oder anderen Spieler, der etwas überraschend gehalten wurde. Andrea Boccalari zum Beispiel…
Ich habe ihn im Vorjahr zusammen mit Aladino Valoti zum FC Südtirol geholt, weil ich sehr an ihn glaube. Er ist technisch sehr stark und hat im letzten Jahr viel im Kraftraum an seiner Physis gearbeitet. Er hat sich beim Trainingsstart gut präsentiert. Ich denke, dass der FC Südtirol in Zukunft viel Spaß an ihm haben wird.

Mit Daniel Offredi, Kevin Vinètot oder Hannes Fink gibt es auch einen Kern von erfahrenen Spielern beim FCS. Wie wichtig ist das für die vielen Jungen?
Das ist von fundamentaler Wichtigkeit. Vor allem, weil mich diese Spieler schon aus dem Vorjahr kennen. Sie helfen mir auf und außerhalb des Platzes und integrieren die Neuzugänge. Denn zuallererst müssen wir eine Einheit und eine Mannschaft werden.

Immer wieder wurde in der Vorsaison vom überragenden Teamgeist gesprochen. Wie schwierig ist es, dieses Gefühl innerhalb der Mannschaft neu aufzubauen?
Das ist nicht einfach, aber mein Job. Natürlich sind wir jetzt noch nicht auf jenem Level, wie wir es im Vorjahr waren. Aber mithilfe der Arbeit auf dem Platz geht das schnell. Genauso ist es mit dem Mannschaftsspiel. Die Neuen zeigen Bereitschaft und wir arbeiten gut. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es wieder so wird wie in der abgelaufenen Saison.

Welche neuen Spieler könnten im Laufe der anstehenden Saison überraschen?

Es ist noch sehr früh in der Vorbereitung. Aber mit Simone Mazzocchi und Fabio Della Giovanna haben wir zwei interessante Spieler dazubekommen. Mazzocchi wurde bei Atalanta ausgebildet und hat alle Jugend-Nationalmannschaften durchlaufen. Außerdem bringt er Profierfahrung aus Siracusa mit. Della Giovanna hat bereits in den ersten Tagen bei uns gezeigt, dass er eine wichtige Rolle einnehmen will und kann. Und natürlich haben wir sehr starke neue Mittelfeldspieler dazubekommen.

Autor: zor

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210