a Serie C

Fabian Tait ist eine Konstante beim FC Südtirol. Der Vizekapitän aus Salurn ist auch heuer eine tragende Figur. © Alle Bilder: E. Bordoni

Start am Samstag: Was ist vom „neuen“ FC Südtirol zu erwarten?

Am Samstag (17.30 Uhr, zuhause gegen Virtus Verona) beginnt für Südtirols einzigen Profiverein die neue Spielzeit. Vier Tage vor dem Start in die neue Saison werfen wir einen Blick auf den „neuen“ FC Südtirol.

Was hat sich geändert und wo wurde im Sommer an den Stellschrauben gedreht? Kann der FC Südtirol endlich den Sprung in die Serie B schaffen? Und auf welche Spieler sollte ein Auge geworfen werden? SportNews hat die Antworten.


Nach vielen Jahren mit einer hohen Fluktuation im Kader, hat sich bei den Weißroten in den letzten Jahren ein Stamm entwickelt. Kevin Vinetot, Alessandro Gatto, Alessandro Fabbri oder Daniele Casiraghi sind schon seit einigen Saisonen dabei. Dazu kommt der Südtiroler Kern um Fabian Tait, Kapitän Hannes Fink und Manuel Fischnaller. Im bisherigen Transfersommer sind nur fünf Spieler neu zum FC Südtirol gestoßen. Der Mann an der Seitenlinie ist allerdings nicht mehr derselbe.

Der Trainer
Stefano Vecchi hat beim FC Südtirol gute Arbeit geleistet. Das angepeilte Ziel – sprich den Sprung in die Serie B – hat er aber nicht geschafft. Im Vorjahr waren die Weißroten so nahe dran, wie nie zuvor. Doch in den direkten Duellen um den Aufstieg gab es wenig zu holen, weshalb es am Ende wieder nicht klappte. Hier muss Ivan Javorcic den Hebel ansetzen. Gegen die „Kleinen“ hat der FC Südtirol mittlerweile genügend Qualität im Kader, um auch an einem schlechten Tag zu gewinnen. Doch gegen die großen Brocken in der Liga muss die Ausbeute erhöht werden.

Ivan Javorcic ist der neue Trainer auf der FCS-Kommandobrücke.

Der 42-jährige Kroate ist kein unbeschriebenes Blatt, aber auch kein großer Name in Fußball-Italien. Javorcic stand bereits vor zwei Jahren auf dem FCS-Zettel und gilt als Wunschtrainer von Sportdirektor Paolo Bravo. Pro Patria formte er von einer Serie-D-Mannschaft zu einem Fixpunkt in der Serie C. Der Druck beim FC Südtirol ist ungleich höher, denn der Kader ist prädestiniert für den Titelkampf.
Die Neuzugänge
Der FC Südtirol hat hochkarätige Neuzugänge nach Bozen gelotst. Rechtsverteidiger Filippo De Col (von Virtus Entella) und Marco Moscati (Perugia) sind Topspieler und bringen viel Serie-B-Erfahrung mit. Mit Giovanni Zaro kam ein Innenverteidiger, den Javorcic sehr gut kennt und der bei Modena einer der stärksten Verteidiger der Liga war – er wird sich mit Vinetot und Alessandro Malomo, der ein enttäuschendes Jahr hinter sich hat, um den Platz neben Marco Curto streiten. Curto ist der eigentliche Transfercoup, denn hinter dem 22-jährigen Napolitaner waren zahlreiche finanzstarke Klubs her. Ein Fragezeichen steht hinter Rückkehrer Leonardo Candellone: Er hat eine Torflaute, traf in zwei Jahren nur zwei Mal. Dass es die Napoli-Leihgabe besser kann, hat er in Pordenone gezeigt (14 Tore im Meisterjahr 2018/19).
Die Abgänge
Von den Stammspielern hat nur Hamza El Kaouakibi (bei Pordenone in der Serie B) den Verein verlassen. Er wurde mit De Col gleichwertig ersetzt. Leandro Greco, der die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte, hat seine Karriere beendet und ist in den Trainerstab gewechselt. Davide Voltan war kurzzeitig zurück bei Reggiana, konnte vom FC Südtirol aber aus dem Vertrag gekauft (rund 120.000 Euro Ablöse) werden.
Die Schlüsselfiguren
Casiraghi und Voltan werden auch im Kreis A gehörig wirbeln. Das Mittelfeld ist mit athletischen und extrem laufstarken Spielern besetzt. Ein klassischer Stratege, wie es Greco hätte sein sollen, fehlt. Dafür sind Moscati, Gatto, Karic & Co. sehr flexibel und können auf verschiedenen Positionen und in mehreren Systemen spielen.

Alessandro Malomo, im Vorjahr der Topeinkauf, muss um seinen Platz in der Startelf zittern.

Enorm stark ist der FCS in der Defensive aufgestellt. Vor dem routinierten Keeper Giacomo Poluzzi spielt das Beste, was die Serie C zu bieten hat. Alle vier Innenverteidiger sind nominelle Stammspieler, doch es können nur zwei auflaufen. Zudem sind die Außenverteidiger-Positionen mit erfahrenen Spielern besetzt, die defensiv und offensiv stark sind.
Was fehlt noch?
Die große Unkonstante bleibt der Angriff. Candellone (0 Tore im Vorjahr), Matteo Rover (6), Raphael Odogwu (2) und Fischnaller (8) müssen sich allesamt steigern. Auch in der Vorbereitung hat sich keiner hervorgetan, Fischnaller war viel verletzt. Wer am Samstag beim Auftakt gegen Virtus Verona in der Startelf steht, ist offen. Dünn besetzt sind die Außenverteidiger-Positionen. Links hinten steht der Bozner Simone Davi als Ersatz bereit, doch der 22-Jährige schaffte den Qualitätssprung von der Serie D in die Serie C noch nicht endgültig. Auf der rechten Defensivseite gibt es keinen nominellen Ersatz für De Col, zuletzt und auch im Vorjahr half Innenverteidiger Malomo aus. Aber: Bravo möchte bis zum Transferschluss in einer Woche noch zwei Außenverteidiger zum FC Südtirol lotsen.
Die Transferaktivitäten
Zugänge: Leonardo Candellone (Bari), Marco Moscati (Perugia), Gabriel Meli (Fano), Giovanni Zaro (Modena), Filippo De Col (Virtus Entella)

Abgänge: Gianluca Turchetta (Imolese/war ausgeliehen), Niccolò Gabrieli (Cavese/war ausgeliehen), Julian Pircher (Virtus Bozen), Leandro Greco (Karriereende/Co-Trainer), Jan Polak (vereinslos), Mattia Marchi (Reggiana), Hamza El Kaouakibi (Pordenone), Marco Meneghetti (SPAL), Simone Magnaghi (Pontedra), Gabriele Morelli (Messina), Stefano Calabrese (St. Georgen)

Schlagwörter: Fussball FC Südtirol Serie C

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