a Serie C

Die FCS-Kicker durften in Andria gleich reihenweise jubeln. © FotoSport Bordoni

Verrücktes Pokal-Spiel: FC Südtirol schon fast im Finale

Nach einer 37 Tage langen, coronabedingten Pflichtspielpause hat sich der FC Südtirol mit einem Schützenfest im Pokal-Halbfinale eindrucksvoll zurückgemeldet. Begünstigt wurde dieses dadurch, dass man fast das gesamte Spiel über mit zwei Mann mehr agieren durfte.

Von:
Alexander Foppa

Die Javorcic-Elf hat das Halbfinal-Hinspiel des Serie-C-Pokals auswärts in Andria locker mit 4:0 gewonnen und damit eine riesengroße Hypothek auf den Einzug ins Finale gelegt. Neben den Torschützen Daniele Casiraghi, Raphael Odogwu und Hannes Fink waren zwei frühe Ausschlüsse auf Seiten der Süditaliener spielentscheidend.


Der FCS-Tross war erst am Spieltag mit dem Flugzeug von Bozen nach Bari und dann weiter nach Andria gereist, doch von Müdigkeit war bei den Gästen keine Spur. Sie drückten von Beginn an aufs Gaspedal und erzwangen bereits in der 11. Minute den ersten Platzverweis: Ein leichtes Foulspiel von Legittimo an Odogwu wurde mit Rot und Elfmeter bestraft. Casiraghi ließ sich nicht zwei Mal bitten und drosch das Leder in den Winkel. Nur 10 Minuten später sah der völlig entnervte Andria-Stürmer Matteo Di Piazza wegen Protestierens die gelb-rote Karte. Die Folge? Der FCS durfte mehr als 70 Minuten lang in doppelter Überzahl agieren und das Pokal-Hinspiel somit locker runterspulen. In der 36. Minute gewann Odogwu einen Zweikampf im Strafraum und vollstreckte im Anschluss zum 2:0.

Fink kam, sah und traf
Fidelis Andria hielt zwar tapfer dagegen, konnte diesem FC Südtirol in numerischer Unterlegenheit aber nicht ansatzweise das Wasser reichen. Die Gäste kontrollierten das Geschehen und trieben das Ergebnis in der zweiten Halbzeit kontinuierlich in die Höhe. Zunächst traf der eingewechselte Hannes Fink nach einem katastrophalen Patzer der Andria-Defensive (70.), kurze Zeit später fixierte ein Eigentor den 4:0-Endstand (76.) Leonardo Nunzella lenkte einen Schuss von Filippo De Col in die Maschen. Unrühmlicher Abschluss dieses Pokalnachmittags waren tumultartige Szenen nach Spielende und der Abgang des Schiedsrichters unter Schutz des Ordnerpersonals.

Daniele Casiraghi eröffnete den Torreigen, danach klingelte es 3 weitere Male. © Bordoni


Aufgrund des haushohen Auswärtssiegs dürfte der Final-Einzug des FC Südtirol nur mehr Formsache sein. Das Rückspiel steigt am 2. März in Bozen. Zunächst aber richtet sich der Fokus von Fabian Tait und Co. auf die Meisterschaft, die am Sonntag mit dem Auswärtsspiel gegen Pergolettese wieder aufgenommen wird. Dort liegt der FCS mit zwei Punkten Vorsprung und zwei Spielen weniger auf der Habenseite an der Tabellenspitze.

Serie-C-Italienpokal, Halbfinal-Hinspiel

Fidelis Andria – FC Südtirol 0:4


Andria: Saracco; Riggio, Alcibiade, Legittimo; Casoli, Gaeta (56. Ortisi), Urso, Risolo, Nunzella; Di Piazza, Bubas (71. Messina)

FCS: Poluzzi; De Col, Zaro, Vinetot (46. Curto), Malomo; Tait, Gatto (46. Moscati),Broh (63. Fink); Casiraghi, Voltan; Odogwu (74. Candellone)

Tore: 0:1 Casiraghi (Elfmeter/11.), 0:2 Odogwu (36.), 0:3 Fink (70.), 0:4 Eigentor Nunzella (76.)

Rote Karte: Legittimo (11.), Di Piazza (22.)

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