a 1. Bundesliga

Offensiv wertvoller Verteidiger: Matthias Theiner (rechts) hat zwei Saisontore auf dem Konto. Im Hintergrund steht Kufstein-Starspieler Mohamadou Idrissou. © Facebook

Mathias Theiner in Kufstein: „Ziel ist der Profifußball“

Seit drei Jahren spielt der 20-jährige Obervinschger Mathias Theiner in Nordtirol beim FC Kufstein. Mit SportNews hat sich der ambitionierte Abwehrspieler über seinen Werdegang und die weiteren Karriereziele unterhalten.

14 Jahre alt war Mathias Theiner, als er einen ungewöhnlichen Weg einschlug. Er hat seinen beschaulichen Heimatort Laatsch im oberen Vinschgau verlassen und sich auf den Weg nach Bayern gemacht. Über den Umweg Bad Aibling und Unterhaching ist der Südtiroler im Sommer 2016 nach Kufstein gekommen. Dort zählt der 1,85 Meter große Innenverteidiger, dessen Lieblingsverein der FC Barcelona ist, zu den Leistungsträgern. Jetzt peilt Theiner mit den Nordtirolern den Sprung in die 2. Liga in Österreich an. Doch das soll nur der Anfang sein.


SportNews: Mathias, wie kommt man mit 14 Jahren von Laatsch nach Bayern?

Mathias Theiner: „Als ich 13 Jahre alt war habe ich begonnen, mich über das Fußballinternat in Bad Aibling zu informieren. Ein Jahr später habe ich den Schritt nach Deutschland gewagt, weil man Schule und Sport perfekt kombinieren kann. Ich habe dann ein Jahr in der Schulmannschaft gespielt, ehe ich nach Unterhaching gewechselt bin.“


Unterhaching ist ein Traditionsklub in Deutschland. Wie ging es dort weiter?

„Durch gute Leistungen habe ich auf mich Aufmerksam gemacht und ich wurde in das Nachwuchsleistungszentrum der SpVgg Unterhaching aufgenommen. Normalerweise braucht man nach einem Wechsel eine gewisse Anlaufzeit, aber bei mir ging das relativ schnell. Nach einem guten Jahr in der U17-Bundesliga wurden die besten Spieler in die Unter-19-Mannschaft übernommen. Dort habe weitere Einsätze für Unterhaching gesammelt, dann ging es nach Kufstein.“

Training in Kufstein: Mathias Theiner (links) ist seit zweieinhalb Jahren beim Klub.

Warum bist du nach Nordtirol gewechselt?

„Der Schritt von den Junioren in den Erwachsenenfußball ist riesig. Ich wollte das so früh wie möglich machen, um mich auf die weitere Karriere bestens vorzubereiten. Deshalb habe ich mit 17 Jahren beschlossen, nach Kufstein zu gehen. Ich habe den Wechsel selbst abgewickelt, mittlerweile werde ich von einer Agentur beraten.“
„Körperlich muss man in Österreich voll auf der Höhe sein. Es geht viel über Kampf und Willenskraft.
Mathias Theiner


Der FC Kufstein spielt in der halbprofessionellen 3. Liga. Wie kann man das Niveau in Österreich einschätzen?

„Die Liga hat eine ordentliche Qualität und in Kufstein fühle ich mich wohl. Wir sind wie eine große Familie und unternehmen viel zusammen. Das Tempo ist hoch und man muss körperlich auf der Höhe sein. Viel wird durch Kampfgeist und Willenskraft erreicht.“


Im Kader von Kufstein steht mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi Mohamadou Idrissou (u.a. Hannover, Freiburg, Frankfurt; Anm. d. Red.) ein Ex-Nationalspieler und WM-Teilnehmer. Was ist er für ein Typ?

„Er gibt uns jungen Spielern sehr viele Tipps und wertvolles Feedback. Mo führt viele Gespräche und gibt seine große Erfahrung an uns weiter. Außerhalb des Fußballplatzes ist er ein sehr lustiger Mensch.“


Kufstein liegt zur Winterpause auf Platz 4 und Sie sind absoluter Stammspieler. Wie sehen die Ziele aus?

„Was den Verein betrifft, möchten wir in die 2. Liga aufsteigen. Die Hinrunde war gut, aber in der Rückrunde wollen wir noch mehr erreichen, um den Aufstieg anzupeilen. Mir ist es wichtig, dass ich verletzungsfrei bleibe. Mein Vertrag in Kufstein läuft im Juni aus. Mein Blick geht in Richtung 2. Liga in Österreich oder die 3. Liga in Deutschland. Ein Fernziel ist die 2. Bundesliga in Deutschland.“
„Bei der U13 wurde ich im Landesmeisterschaftsfinale zum Stürmer umfunktioniert. Dann habe ich vier Tore geschossen.“
Mathias Theiner


Der österreichische Fußball ist noch tief im Winterschlaf. Wie sieht Ihr Tagesablauf während der Winterpause aus?


„Eigentlich haben wir immer trainiert. Über die Weihnachtsfeiertage hat jeder Spieler einen persönlichen Trainingsplan erhalten. Seit dem 7. Jänner sind wir in der Vorbereitung auf die Rückrunde. Wir absolvieren alle Trainings in Kufstein. Es gibt das Stadion, wo wir die Heimspiele bestreiten, einen Kunstrasenplatz und einen Rasenplatz. Zwar hat es heuer viel geschneit, aber unsere Platzwarte kümmern sich schnell darum und fräsen den Schnee vom Feld. So können wir immer trainieren.“


Sie sind schon seit längerer Zeit im Ausland. Wie viel Kontakt haben Sie zu ihrer Heimat im Obervinschgau?


„Relativ viel, ich bin auch öfters daheim in Laatsch. Ansonsten höre ich mich mit meinen ehemaligen Weggefährten aus der Jugendzeit. Ich denke auch gerne an das Landesmeisterschaftsfinale 2013 zurück, als wir mit der U13 der SPG Obervinschau den Titel gewonnen haben. Ich wurde damals zum Stürmer umfunktioniert und habe im Finale alle vier Tore geschossen.“


Interview: Christian Staffler

Autor: cst

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