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Trainer Valerien Ismael muss gehen. © HERBERT P. OCZERET

Nach Corona-Eklat: LASK entlässt Ismael und holt Thalhammer

Der österreichische Fußball-Erstligist Linzer ASK hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer Valerien Ismael getrennt.

Wie der Europa-League-Achtelfinalist am Samstag mitteilte, wird Dominik Thalhammer (49) den früheren Bayern-Profi Ismael beerben. Auch Ismaels Amt als Sportdirektor übernimmt Thalhammer, der zuletzt die österreichische Frauennationalmannschaft trainierte und bereits 2007/08 in Linz tätig war.

Dominik Thalhammer übernimmt den LASK. © APA (Archiv) / HANS PUNZ

„Wir können den Ärger und Frust von Valerien Ismael, nach dieser großartigen Saison gehen zu müssen, nachvollziehen“, sagte LASK-Präsident Siegmund Gruber: „Wir hoffen, dass er unsere Position irgendwann versteht, und sind ihm auch nicht böse, dass er seinen Abschied selbst bekannt gegeben hat.“

Bereits am Freitagabend hatte Sky Sport Austria über die Trennung berichtet und sich dabei auf Informationen aus dem Umfeld von Ismael bezogen. Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft sollen laut Medien ausschlaggebend für den Trainerwechsel gewesen sein.
Grunddurchgang gewonnen
Der 44-jährige Ismael war erst im Juli 2019 nach Linz gekommen und hatte prompt den Grunddurchgang in der österreichischen Bundesliga gewonnen sowie den Einzug ins Achtelfinale der Europa League gegen Manchester United geschafft.

Vor dem Beginn der Meistergruppe um den nationalen Titel sorgte der LASK allerdings für negative Schlagzeilen, als er mit einem Mannschaftstraining gegen die Corona-bedingten Hygienebestimmungen verstieß (SportNews hat berichtet).
Punkte-Abzug
Der LASK hätte die Meisterrunde mit drei Punkten Vorsprung auf Red Bull Salzburg als Spitzenreiter aufgenommen, beim effektiven Start nach der Coronavirus-Zwangspause waren die Athletiker mit drei Zählern Rückstand aber nur Zweite.

Der Bundesliga-Senat hatte wegen verbotenen Mannschaftstrainings ohne Einhaltung der Abstandsregeln sechs Punkte abgezogen, später wurde die Strafe auf vier Zähler reduziert. In der Meisterrunde zeigte der LASK dann mäßige Leistungen. Von 10 Partien gewann Linz nur 3 und landete auf dem vierten Platz, der zur Europa-League-Qualifikation berechtigt.

Autor: sid/apa/am

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