a Österreich

Die Spieler von Wattens machten am Wochenende gegen Horn den Aufstieg perfekt. © APA / EXPA/THOMAS HAUMER

Wattens nach Aufstieg: „Wollen neue Fußballeuphorie in Tirol entfachen“

In Nordtirol wird auch nach dem Abstieg von Wacker Innsbruck weiter erstklassig gespielt: Die WSG Wattens schaffte am Wochenende den Aufstieg in die österreichische Bundesliga.

Die WSG Wattens ist vorerst am Zenit ihrer sportlichen Ambitionen angelangt. 1. österreichische Liga heißt es ab dem Sommer, für zumindest ein Jahr. „Ich bin so happy, dass wir das heute geschafft haben“, meinte die nervlich abgekämpfte Präsidentin Diana Langes-Swarovski nach dem entscheidenden 3:1-Sieg beim SV Horn in der letzten Zweitliga-Runde.

Es war kein Luftschloss, das die Wattens-Präsidentin in den Tiroler Himmel gezeichnet hatte. Sechs Jahre nach der Übernahme macht sich keiner mehr über sie und ihre Pläne lustig: Die 47-jährige Unternehmerin, Tochter von Gernot Langes-Swarovski, dem 17 Prozent des Kristall-Imperiums gehören, schafft mit Wattens den Sprung in die 1. Liga und schließt damit in Tirol zumindest sportlich die Lücke, die der zehnfache Meister Wacker Innsbruck mit seinem Abstieg hinterlassen hat.

Langes-Swarwoski hatte Wattens übrigens damals in der dritthöchsten Spielklasse übernommen. Erstklassig waren die Wattener schon einmal - zwischen 1968 und 1971 in der damaligen „Nationalliga“. Nun kehrt die Mannschaft aus der Nordtiroler Marktgemeinde Wattens (ca. 8.000 Einwohner) also in die 1. Liga zurück.

Präsidentin Diana Langes-Swarowski steigt mit Wattens auf © APA / EXPA/THOMAS HAUMER

„Mir geht es innerlich genauso, wie es äußerlich ausschaut“, meinte Langes-Swarovski am Wochenende völlig losgelöst, aber freudestrahlend auf dem Rasen. Den Aufstieg widmete sie ihrem Vater Gernot. „Es ist ein Traum wahr geworden, den wir uns niemals hätten vorstellen können so schnell“, sagte die 47-Jährige.
Wattens wird ins Tivolistadion übersiedeln
Die WSG Wattens will nun in der österreichischen Bundesliga als WSG Swarovski Tirol durchstarten. Als Erinnerung an die erfolgreichen Zeiten in den 1980er-Jahren, als der FC Tirol unter dem Präsidenten Gernot Langes-Swarovski bis ins Semifinale des UEFA-Cups vorstieß und mit Trainer Ernst Happel zwei Mal den Meistertitel gewann. „Ich möchte in Tirol eine neue Fußballeuphorie entfachen“, erklärt die Präsidentin.

Die neue Begeisterung soll an bewährter Stelle entstehen. Weil das kleine Gernot Langes-Stadion in Wattens nicht den Kriterien der Bundesliga entspricht, wird die WSG im gut 15 Kilometer entfernten Innsbrucker Tivoli spielen. Wobei laut Angaben der „Tiroler Tageszeitung“ lediglich die West- und Südtribüne geöffnet werden. Im Jahr darauf soll die Rückkehr ins für die höchste Spielklasse adaptierte Gernot-Langes-Stadion erfolgen, dessen Kapazität erhöht werden muss.

Autor: dl

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2019 Sportnews - IT00853870210