Am Samstag 18. und Sonntag 19. Februar wird der Gsieser-Tal-Lauf ausgetragen. Zu Moriggl, Clara und Reichelt gesellen sich Zorzi, Piller Cottrer und Di Centa hinzu. Bei den Damen kündigt sich ein Duell Confortola-Valbusa an. Gelaufen wird in klassischer oder freier Technik. Außerdem auf dem Programm: der „Mini-Gsieser“ und ein Lauf „Just for Fun“.
2011 hat der Schlinger Thomas Moriggl den größten Südtiroler Volkslauf vor seinem Nationalmannschaftskollegen Roland Clara für sich entschieden. Die beiden werden sich am Sonntag wohl erneut ein packendes Duell liefern. Doch die beiden Südtiroler bekommen starte Konkurrenz. Cristian Zorzi, Pietro Piller Cottrer und Giorgio Di Cents sind allesamt Olympiasieger und mehrfache Olympiamedaillengewinner. 2006 haben sie in Turin gemeinsam mit Fulvio Valbusa Staffelgold gewonnen. Als einziger dieses Trios hat Zorzi den „Gsieser" schon einmal gewonnen. Das war 1999, also vor 13 Jahren.
Beim Skatingrennen (30 und 42 km) des Gsieser-Tal-Laufes wird auch ein Teil der Langdistanzen-Nationalmannschaft am Start sein. Neben Kapitän Cristian Zorzi sind das Sergio Bonaldi, Simone Parodi und der Dolomitenlauf-Sieger Fabio Santus. Schnelle Schlittschuhschritte darf man sich auf der Strecke zwischen Sankt Martin, Pichl und St. Magdalena auch von Giovanni Gullo, dem Lombarden Alan Martinelli, Sieger Anfang Februar beim Volkslauf Toblach - Cortina, dem Deutschen Franz Göring, dem Russen Mikhail Kochkin, den Österreichern Johannes Dürr und Thomas Ebner sowie den Mitgliedern der verschiedenen Militärsportgruppen erwarten.
Zum Starterfeld gehören noch weitere Läufer, die beim „Gsieser" bereits triumphiert haben. Das sind in erster Linie der Deutsche Tom Reichelt (Sieger 2008 und 2009), Roberto De Zolt (1997) und Bruno Debertolis. Der Trentiner hat zu Jahresbeginn seine überragende Form durch seinen zweiten Erfolg in Serie bei Toblach-Cortina unter Beweis gestellt und am Sonntag auch den „Pfitscher“ für sich entschieden.
Im Vorjahr gewann Debertolis beim Gsieser das 42-km-Klassikrennen und ließ dabei einen weiteren ehemaligen Sieger hinter sich: den Österreicher Thomas Störer. Er wird auch heuer einer der größten Rivalen Debertolis sein. Im Rennen in der klassischen Lauftechnik sind außerdem Alex Vanzetta, Andrea Zattoni und der Deutsche Peter Milz zu beachten, der im Vorjahr in Gsies auf der Kurzstrecke gewonnen hat.
Für das Frauenrennen zeichnet sich ganz klar ein Duell zwischen den Kolleginnen der italienischen Nationalmannschaft Antonella Confortola und Sabina Valbusa ab. Die Bronze-Medaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2006 in Turin kommt als Siegerin des Volkslaufs Toblach - Cortina. Confortola war im Vorjahr die dominierende Athletin beim „Gsieser". Marina Piller, die Slowenin Mirjam Cossettini und die Tschechin Veronika Vitkova wollen den Favoritinnen das Leben jedoch schwer machen.
Die Teilnehmer kommen aus 29 Nationen. Das Programm sieht am Samstag das Rennen in der klassischen Technik über 30 bzw. 42 km und den Mini-"Gsieser" für den Nachwuchs am Nachmittag vor. Der Sonntag gehört den "Skatern" (30 und 42 km) sowie den Freizeitläufern, die mit Langlaufskiern oder erstmals auch mit Schneeschuhen am "Just vor Fun" teilnehmen. Dort steht nicht die Zeit, sondern der landschaftliche und gastronomische Genuss im Vordergrund. Für den „Just vor Fun“ braucht es weder eine Vereins- oder Verbandszugehörigkeit noch ein ärztliches Zeugnis. Schneeschuhe können vor Ort ausgeliehen werden.
Beim Gsieser-Tal-Lauf werden wichtige Punkte für die Rennserien Euroloppet, Italian Ranking und Gran Fondo Master Tour vergeben. Heuer gibt es erstmals auch eine Kombiwertung aus beiden Wettkampftagen.



