Die 30-jährige Toblacherin hat sich am Sonntag mit einem zweiten Platz beim „Transjurassienne“ in Frankreich die Gesamtweltcup-Führung geholt.
Bei der fünften Etappe des FIS Marathon Cups, dem Weltcup für Langstrecken, gab es aus Südtiroler Sicht ein äußerst erfreuliches Ergebnis. Stephanie Santer musste sich auf der 54-Kilometer-Distanz nur der Ukrainerin Valentina Shevchenko geschlagen geben. Shevchenko erreichte das Ziel nach 2:33.14 Stunden, Santer war 6.44 Minuten langsamer und setzte sich im Sprint gegen Tatjana Mannima aus Estland durch (2:40.06). „Ich habe zum ersten Mal an diesem Lauf teilgenommen. Natürlich habe ich gehofft auf das Podium laufen zu können, aber ich wusste nicht was mich erwartet. Während des Rennens habe ich ein paar Mal den Kontakt zur Spitzengruppe verloren, aber auf den flachen Stücken habe ich immer wieder aufschließen können“, sagte Santer im Ziel.
Mit den 80 gesammelten Punkten übernimmt die Pustererin die Gesamtführung (insgesamt 271 Zähler) vor den beiden Schwedinnen Susanne Nyström (265) und Jenny Hansson (252). „Es ist unglaublich. Beim Tartu Marathon werde ich das rote Trikot tragen. Wow!“, so Stephanie Santer abschließend.
Bei den Männern kam Santers Freund Florian Kostner in 3:25.14 Stunden als Vierter ins Ziel und musste sich im Sprint Aliaksei Ivanou (Weißrussland), dem Italiener Sergio Bonaldi und dem Tschechen Martin Koukal geschlagen geben, die nicht einmal eine ganze Sekunde vor ihm lagen. In der Gesamtwertung nimmt Kostner mit 140 Punkten Rang sechs ein.



