Alpine Ski-WM 2017

Der neue Super-G-Weltmeister: Erik Guay (Fotos FB St. Moritz) Manuel Osborne Paradis sorgte mit dem dritten Platz für die große Überraschung Dominik Paris war der beste "Azzurro" (Pentaphoto)

Ski-WM: Die Kanadier sorgen beim Super-G für die große Show

Die Norweger? Die Österreicher? Oder gar die Südtiroler? Nein, für die große Show sorgten beim WM-Super-G in St. Moritz die Kanadier. Erik Guay holte Gold, sein Landsmann Manuel Osborne-Paradis fuhr mit Startnummer 26 noch sensationell auf Platz drei. Die Südtiroler klassierten sich jenseits der Spitzenplätze.

Dass mit einem Erik Guay immer zu rechnen ist, war klar -auch, wenn er heuer nur einen einzigen Podestplatz, nämlich einen dritten Platz in Gröden, vorzuweisen hatte und vor anderthalb Wochen in Garmisch schwer gestürzt ist. Dass aber auch Teamkollege Manuel Osborne-Paradis, bisher noch ohne WM-Medaille, ausgerechnet an seinem33. Geburtstag zur Hochform auflief, war nicht absehbar - und machtedie kanadische Party perfekt.


Taktik und Linie nahe der Perfektion

Dabei deutete zunächst vieles auf einen Sieg von Kjetil Jansrud hin. Der dreifache Saisonsieger verdrängte den zwischenzeitlichen Führenden Österreicher Vincent Kriechmayer (er hielt sich mit der Startnummer eins acht Läufer lang an der Spitze) mit knapp einer halben Sekunde Vorsprung auf Platz zwei. Doch dann schob sichGuay aus dem Starthaus, fuhr wie auf Schienen, wählte dabei Linie und Taktik nahe der Perfektion und durchquerte das Ziel schlussendlichmit einem Vorsprung von 0,45 Sekunden. Das war der Sieg!

Als die ersten Fotografen wohl schon die Podest-Bilder mit Guay, Jansrud und dem Drittplatzierten Aleksander Aamodt Kilde schossen, zeigte Osborne-Paradis bei immer schlechter werdenden Bedingungen seine ganze Routine und Klasse auf und schob sich mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung auf Kilde noch auf Platz drei.

Für den 35-jährigenGuay war es nach seinem Abfahrtssieg 2011 die zweite Gold-Medaille bei einer WM, Osborne-Paradis holte dagegen zum ersten Mal WM-Edelmetall.


Fill und Paris fahren hinterher

Nur eine Komparsen-Rolle haben dagegen die Südtiroler gespielt. Dominik Paris landete mit einer Sekunde Rückstand auf dem neunten Endplatz, Peter Fill reihte sich zwei Positionen dahinter ein. An der Reaktion der beiden ließ sich erkennen, dass sie sich etwas mehr erwartet hätten. Bereits am Samstag können sie bei der Abfahrt (12 Uhr) wieder angreifen.



FIS Weltmeisterschaft in St. Moritz, Super-G der Herren:
1. Erik Guay CAN 1.25,38
2. Kjetil Jansrud NOR +0,45
3. Manuel Osborne-Paradis CAN +0,51
4. Aleksander Aamodt Kilde NOR +0,54
5. Vincent Kriechmayr AUT +0,88
6. Alexis Pinturault FRA +0,90
7. Andreas Sander GER +0,97
8. Carlo Janka SUI +0,99
9. Dominik Paris ITA/Ulten +1,02
10. Hannes Reichelt AUT +1,09
11. Peter Fill ITA/Kastelruth +1,11


Untenstehend kann der Rennverlauf im ausführlichen Live-Ticker nachgelesen werden!

SN/td

Autor: sportnews

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