Nordische Ski-WM 2017

Dietmar Nöckler und Federico Pellegrino freuen sich über Platz 2 (Pentaphoto)

Silber! Nöckler und Pellegrino am WM-Podium

Südtirols erste Medaille bei der nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Lahti ist unter Dach und Fach: Dietmar Nöckler schaffte mit Federico Pellegrino im Teamsprint den Sprung aufs Podium. Nach einem spektakulären Finish belegten die beiden Azzurri den zweiten Platz.

Heftiges Gerangel, ein Sturz und ungläubige Medaillengewinner - packender und nervenaufreibender hätte das Finale beim Teamsprint der Männer in Lahti nicht sein können.


Finale furioso stellt alles auf den Kopf


Doch der Reihe nach: Nach Platz drei im Halbfinale ließen es Nöckler und Pellegrino im Endlauf zunächst langsam angehen. Nur nach und nach näherten sich das Duo der Spitze. Der frischgebackenen Sprint-Weltmeister aus dem Aostatal führte Italien zur Hälfte des Rennens auf Platz drei, ehe Nöckler unmittelbar nach seinem letzten Wechsel alle Kräfte freisetzte und die Azzurri zwischenzeitlich auf den zweiten Platz katapultierte. Schlussläufer Pellegrino nahm nahezu zeitgleich mit dem Finnen Iivo Niskanen und dem Russen Sergey Ustiugov die Verfolgung von Emil Iversen aus Norwegen auf. Niskanen konnte kurz vor Schluss zum Führenden aufschließen, doch dann geschah das Unvorhersehbare: In der Zielkurve touchierten sich Iversen und Niskanen, beide kamen zu Sturz. Pellegrino konnte nur mit viel Geschick ausweichen, musste allerdings Ustiugov ziehen lassen. Der Russe nutzte das Missgeschick der Konkurrenz und gab Vollgas. Pellegrino sprintete als Zweiter über die Ziellinie, gefolgt von Niskanen. Im Ziel rissen die Russen und Italiener die Hände gen Himmel, ihre skandinavische Konkurrenz ließ ungläubig die Köpfe hängen.


„Ein herbeigesehnter Erfolg“

„Wir haben eine ausgezeichnete Leistung gezeigt. Das ist ein herbeigesehnter Erfolg, ich bin überglücklich. Jetzt will ich diese WM ordentlich zu Ende laufen, dann richtet sich mein Blick bereits auf die Olympiasaison und dem Teamsprint in Südkorea“, so Nöckler unmittelbar nach dem Rennen. Ihm stimmte Pellegrino bei: „Didi und ich können als Team noch viel erreichen. Wir sind mit Medaillenambitionen ins Rennen gestartet und konnten diesen vollends gerecht werden. Dass es im Finale so spektakulär zuging, macht alles noch viel besonderer.“


Nöcklers zweite WM-Medaille

Dietmar Nöckler feiert mit Platz zwei im Teamsprint den größten Erfolg seiner Karriere. Bereits bei den letzten interkontinentalen Titelkämpfen 2015 in Falun holte er mit Pellegrino eine Medaille, damals glänzte sie jedoch noch bronzen. Gemeinsam mit Italiens Sprint-Ass stand der 28-jährige Brunecker in dieser Saison bereits in Toblach als dritter am Podium, 2016 hingegen feierten sie in Planica ihren ersten und bis dato einzigen Weltcupsieg im Teamsprint.



Ergebnisse Nordische Ski-Weltmeisterschaft in Lahti (FIN):

Teamsprint klassisch, Männer
1. Nikita Kriukov/Sergey Ustiugov (Russland) 17:40,69 Minuten
2. Dietmar Nöckler/Federico Pellegrino (Italien) +2,14
3. Sami Jauhojärvi/Iivo Niskanen (Finnland) +18,42
4. Johannes Hösflot Kläbo/Emil Iversen (Norwegen) +23,58
5. Simeon Hamilton/Erik Bjornsen (USA) +27,02
6. Alex Harvey/Len Valjas (Kanada) +30,96
7. Thomas Bing/Sebastian Esenlauer (Deutschland) +31,73
8. Emil Jönsson/Teodor Peterson (Schweden) +31,73



SN/Alexander Foppa

Autor: sportnews

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