F Olympia 2018

Schlussfeier in PyeongChang © AFP / CHRISTOF STACHE

CONI und FISI ziehen Bilanz über die Ausbeute in PyeongChang

Nach dem Ende der Olympischen Winterspiele in Südkorea haben die großen nationalen Verbände CONI und FISI das Abschneiden der „Azzurri“ bewertet. Die Bilanz des Nationalen Olympischen Komitees CONI fällt durchwegs positiv aus, jene des Italienischen Wintersportverbandes FISI dagegen etwas kritischer.

CONI-Präsident Giovanni Malagò bewertet die Leistungen der „Azzurri“ mit der Note 7: „Vor vier Jahren bei den Winterspielen in Sotschi gab es für Italien keine Goldmedaille, in PyeongChang gab es drei Goldmedaillen. Insgesamt holten Sportler aus Italien in Südkorea zehn Medaillen, in Sotschi waren es acht.“ Besonders stolz ist Malagò, dass alle drei Goldmedaillen von Frauen gewonnen wurden. Insgesamt, so der CONI-Präsident, waren es die fünfterfolgreichsten Winterspiele für Italien. Für 2022 in Peking gibt Malagò schon jetzt als Ziel 13 Medaillen vor.

FISI-Präsident Flavio Roda zog am Ende der Winterspiele in Südkorea eine gemischte Bilanz: Einzelne Ergebnisse waren überaus zufriedenstellend, andere Ziele wurden dagegen klar verfehlt. Roda unterstreicht die „historischen“ Goldmedaillen von Sofia Goggia (Abfahrt) und Michela Moioli (Snowboardcross), beide holten erstmals Olympiagold in diesen Bewerben nach Italien. Auch die beiden Bronzemedaillen im Biathlon (Dominik Windisch im Sprint/Mixed-Staffel) bewertet Roda als erreichtes Ziel. Nicht erfüllt wurden die laut FISI-Chef die Erwartungen in der Abfahrt der Herren: „Die Goldmedaille war (fast) unmöglich, aber ein Podestplatz war realistisch. Dieses Ziel haben wir klar verfehlt“, so Roda. Ähnliches gilt für die Rodler und die Snowboarder, wo laut Roda mit Dominik Fischnaller und Roland Fischnaller Medaillenanwärter am Start waren. Eine herbe Niederlage gab es im Bob, Roda will deshalb die Zukunft der Bobmannschaft „neu bewerten“.


FISI finanziell saniert

Gute Nachrichten kommen aus der einst chronisch maroden Verbandskasse: Die Bilanz wird mit einem Plus von 1,5 Millionen Euro abschließen, die FISI wird drei Jahre früher als geplant den Sanierungsplan abschließen, freut sich Roda und versichert: „Alle Nationalteams können schon jetzt mit der Planung für den kommenden Winter beginnen“.

Autor: zor

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