F Olympia 2018

Die „Armee der Schönen“ aus Nordkorea. © APA/afp / MARTIN BERNETTI

Die bizarre Geschichte der nordkoreanischen Olympia-Cheerleader

Südkorea zahlt für den Besuch hunderter von Cheerleadern und Mitgliedern anderer Gruppen aus Nordkorea während der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Es geht nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul um Kosten in Höhe von knapp etwa 2,2 Millionen Euro.

Das zuständige Gremium zur Förderung des bilateralen Austausches habe den Plänen zugestimmt, dass das Geld aus dem staatlichen Budget für die innerkoreanische Zusammenarbeit komme, teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

Nach langer Funkstille zwischen beiden Ländern hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu Beginn des Jahres zu erkennen gegeben, sich Südkorea wieder annähern zu wollen. Beide Länder hatten sich später auf die Entsendung von 22 nordkoreanischen Sportlern zu den Spielen geeinigt, eingeschlossen zwölf Eishockeyspielerinnen für eine gemeinsame Korea-Mannschaft.

Die „Armee der Schönen“: Nordkoreanische Propaganda?


Auch schickte die kommunistische Regierung in Nordkorea eine Jubelgruppe mit mehr als 200 Cheerleadern und Mitgliedern einer Marschkappelle sowie für das Rahmenprogramm der Spiele ein großes Orchester und Taekwondo-Kämpfer für einige Demonstrationsveranstaltungen. Die Kosten für die Teilnahme der nordkoreanischen Athleten übernimmt das Internationale Olympische Komitee.

Dass die Cheerleader, die alle einheitlich aussehen und auftreten, von der nordkoreanischen Regierung gesteuert wir, scheint klar zu sein. Die sogannte „Armee der Schönen“ ist in Nordkorea eine bekannte Erscheinung. Die Frauen die in dieser „Armee“ aufgenommen werden wollen, müssen einem gewissen Schönheitsideal entsprechen. Meistens treten die Frauen schon als junge Mädchen in die „Armee der Schönen“ ein.

Autor: dpa

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