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Der Siegesschrei: Caeleb Dressel (rechts) mit Ryan Murphy (links). © APA/afp / ODD ANDERSEN

Eine Klasse für sich: Caeleb Dressel erfolgreichster Schwimmer

Der US-Amerikaner Caeleb Dressel ist wie erwartet der erfolgreichste Schwimmer der Olympischen Sommerspiele in Tokio. In der letzten Finalsession im Aquatics Centre sicherte sich der 24-Jährige am Sonntag über 50 m Kraul und mit der US-Lagenstaffel der Männer seine Goldmedaillen vier und fünf.

Zuvor konnte er jeweils über 100 m Kraul, 100 Delfin sowie mit der kurzen Kraulstaffel triumphieren. In der Staffel zum Abschluss der Session siegte Dressel als Delfinschwimmer mit Ryan Murphy, Michael Andrew und Zach Apple in Weltrekordzeit von 3:26,78.

Mit 49,03 Sek. lieferte Dressel den schnellsten Delfin-Split der Geschichte, am Vortag hatte er in der Einzel-Entscheidung über diese Strecke in 49,45 Sek. seinen Weltrekord um 0,05 Sek. verbessert.

„Ich bin ziemlich stolz auf mich, habe mein Potenzial ausgeschöpft“, resümierte Dressel. „Es hat Spaß gemacht. Ich kann mir einmal auf die Schulter klopfen, aber dann muss ich schon wieder vorwärts schauen. Jetzt geht es aber einmal in eine Pause vom Schwimmen, die brauche ich jetzt.“

US-Staffeln bleiben weiterhin eine Macht
Sind die US-Männer in der Lagenstaffel bei 15 Olympia-Siegen damit weiter unbesiegt, landeten die US-Frauen bei ebenfalls 15 Austragungen neben zehn Titelgewinnen zum fünften Mal auf dem Silber-Rang. US-Kraulerin Abbey Weitzeil war zwar mit 0,25 Sek. Vorsprung in ihren Part gegangen, musste die Australierin Cate Campbell aber noch um 0,13 Sek. passieren lassen. Nach Kaylee McKeown, Chelsea Hodges und Emma McKeon schlug Campbell nach 3:51,60 Min. an. Bronze ging an Kanada (3.52,60).

McKeon hatte eine knappe Stunde davor auch über 50 m Kraul triumphiert, sie führte in 23,81 Sek. ein Podium von drei 27-Jährigen an. Die Schwedin Sarah Sjöström hatte 0,26 und die Dänin Pernille Blume 0,40 Sek. Rückstand. McKeon bilanzierte mit viermal Gold und dreimal Bronze und ist damit die erfolgreichste Australierin bei einer Olympia-Austragung. „Das ist ziemlich surreal für mich. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich in einer Session zwei Goldmedaillen gewinnen kann.“

Auch Robert Finke sorgte für einen weiteren Olympiasieg der USA. © APA/afp / ODD ANDERSEN

Auch durch das 1.500-m-Gold in der letzten Einzel-Entscheidung durch Robert Finke gewannen die USA die Medaillenwertung der Schwimmbewerbe mit elfmal Gold, zehnmal Silber und neunmal Bronze. Die Australier kamen mit 9/3/8 allerdings recht nahe, Platz drei ging mit 4/3/1 an Großbritannien. Zehn Länder holten bei 35 Entscheidungen zumindest eine Goldmedaille, 21 zumindest einen Podestplatz. Über 400 m Kraul fehlten Felix Auböck 0,13 Sek., sonst wäre auch Österreich inkludiert gewesen.

Es ist der achte US-Sieg in der Medaillenwertung in Folge, zuletzt war die US-Truppe 1988 in Seoul von der DDR abgefangen worden. Allerdings hatte es sowohl 2012 in London als auch 2016 in Rio de Janeiro bei drei Entscheidungen weniger 16-mal US-Gold gegeben. Dieses Mal ging es für die US-Amerikaner etwa in den langen Kraulstaffeln daneben. Für die Frauen gab es immerhin noch Silber, für die Männer aber mit Rang vier erstmals überhaupt in einer olympischen Staffel keine US-Medaille.

Schlagwörter: Olympia Schwimmen Dressel

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