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Filippo Ganna (r.) führte Italien mit einer sensationellen Vorstellung zu Gold. © APA/afp / GREG BAKER

Mit Weltrekord zu Gold: Die Show der italienischen Bahnradfahrer

Mit einer unfassbaren Aufholjagd und einer wahren Fabelzeit haben Italiens Superstar Filippo Ganna und seine Teamkollegen vom Bahnrad-Vierer am Mittwoch den Olympia-Sieg eingefahren.

Das mit Spannung erwartete Finale in der Mannschaftsverfolgung im Velodrom von Izu hat nicht nur sämtliche Erwartungen erfüllt, sondern diese mit einem wahren Spektakel sogar deutlich überboten: Dänemark und Italien lieferten sich einen harten, gegen Ende hin sogar dramatischen Fight um Gold.


Lange Zeit radelten die favorisierten Dänen mit einer konstanten Fahrt dem Olympiasieg entgegen, doch dann wurde das italienische Quartett um Francesco Lamon, Simone Consonni, den erst 20-jährigen Jonathan Milan und den Straßen-Weltmeister im Zeitfahren Filippo Ganna von Runde zu Runde stärker, der Vorsprung der Skandinavier schmolz plötzlich dahin.

Simone Consonni, Filippo Ganna, Francesco Lamon und Jonathan Milan (v.l.) jubelten über Italiens 6. Goldene in Tokio. © AFP / ODD ANDERSEN


Auf der letzten Runde mobilisierte Ganna als Zugpferd nochmal alle Kraftreserven und fing Dänemark um hauchdünne 166 Tausendstel ab. Am Ende stand den Azzurri nicht nur die Goldmedaille zu Buche, sondern auch noch eine neue Weltrekordzeit von 3:42,032 Minuten.
Italiens 30. Medaille in Tokio
Für den 25-jährigen Ganna ist dies der neue Höhepunkt einer ohnehin schon erfolgreichen Karriere, die ihm bislang einen WM-Titel auf der Straße, 4 Goldene bei Bahn-Weltmeisterschaften und insgesamt 16 Medaillen bei Rad-Großereignissen bescherte. Für Italien ist dies dagegen bereits das 30. Edelmetall in Tokio, das 6. aus Gold ( hier geht's zum Medaillenspiegel).

Bronze ging am Mittwoch in Izu übrigens an die Australier, die im Bronze-Rennen Neuseeland besiegten. Dahinter reihten sich Kanada, Deutschland, Großbritannien und die Schweiz ins Klassement ein.

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