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Ließ sich zurecht feiern: Gregorio Paltrinieri © APA/afp / JONATHAN NACKSTRAND

Paltrinieri schafft das Wunder, Ruderinnen holen Gold

Gregorio Paltrinieri hat am Donnerstag ein sportliches Wunder vollbracht: Der kürzlich vom Pfeifferschen Drüsenfieber geheilte Schwimmstar gewann sensationell Silber. In der europäischen Nacht sorgten zudem zwei Ruderinnen für Italiens zweite Goldmedaille.

Was sich in den letzten Monaten im Leben des Gregorio Paltrinieri abgespielt hat, ähnelt einem Drama. Bei der Europameisterschaft in Budapest Ende Mai mit drei Mal Gold und zwei Mal Silber noch in Hochform, erkrankte der 1500m-Olympiasieger von Rio de Janeiro am Pfeifferschen Drüsenfieber. Einen Monat konnte und durfte der 26-Jährige nicht trainieren, sogar die Teilnahme an den Spielen in Tokio stand auf der Kippe. Schließlich reiste Paltrinieri aber nach Japan – angesichts der Vorbereitung mit gedämpften Erwartungen.


Die Befürchtungen einer nicht perfekten Verfassung bewahrheiteten sich im Vorlauf, als Paltrinieri es mit Ach und Krach ins Finale schaffte. Deshalb hätten nur wenige auf eine Medaille des eigentlich großen Favoriten gewettet – auch Paltrinieri selbst nicht. Doch am Donnerstag kam alles anders: Der Mann aus Carpi präsentierte sich wie verwandelt, musste sich erst auf den Schlussmetern dem US-Amerikaner Robert Finke geschlagen geben und gewann unverhofft Silber.

Freuten sich über Gold: Valentina Rodini und Federica Cesarini © APA/afp / LUIS ACOSTA


Dieser Erfolg rückte eine andere historische Medaille fast in den Hintergrund. Denn die Ruderinnen Valentina Rodini und Federica Cesarini gewannen in der Leichtgewichtsklasse im Doppel-Zweier Gold. Das hatte es seit 21 Jahren bei Olympischen Spielen nicht mehr gegeben. Italienische Ruderinnen sind überhaupt noch nie auf einem Olympia-Podest gestanden. Das Duo setzte sich in einem hochspannenden Rennen auf den letzten Metern vor Frankreich und den Niederlanden durch. Wenige Augenblicke zuvor hatte der Doppel-Zweier der Herren, bestehend aus Stefano Oppo und Pietro Ruta, Italien die nächste Bronzemedaille beschert.

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