Olympia Rio 2016

Eva Lechner, Petra Zublasing und Niccolò Campriani in Eppan (Foto Stol)

Eva, Petra und Nicco: Olympischer Empfang in Eppan

Einen speziellen langen Mittwoch durften gestern zahlreiche Schaulustige im Eppaner Dorfzentrum erleben, wo mit Eva Lechner, Petra Zublasing und deren Lebensgefährte Niccolò Campriani die drei Eppaner Olympia-Starter empfangen wurden.

Und es war genau jener Campriani, eigentlich ein Mann aus der Toskana, der vomEppaner Publikum die größten Huldigungen bekam – und das nicht nur wegen seiner zwei Goldmedaillen, mit denen er sich in Rio in die italienischen Sportgeschichtsbücher verewigt hatte, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass er mittlerweile schon seit drei Jahren im Überetscher Dorf heimisch ist. „Ich möchte mich bei allen Anwesenden bedanken, die mich hier in den letzten Jahren so gut aufgenommen haben. Die Olympischen Spiele waren eine einzigartige Erfahrung, und das nicht nur wegen der Goldmedaillen. Auch das Olympische Dorf hat es mir gänzlich angetan. In einer Zeit, in der Mauern und Grenzen leider immer dominanter werden, fühlte ich mich in Rio als Bürger der Welt. Für zwei Wochen waren Grenzen und Barrieren verschwunden.“


Campiani: „Ein Gold ist meins, das andere von Petra“

Niccolò Campriani nahm zudem noch ausführlich Stellung über seine Leistungen in Rio und über seine Zukunft. „Mit dem alten Wettkampfmodus hätte Petra nach solch einer Leistung sicher eine Medaille geholt, während ich im Dreistellungskampf leer ausgegangen wäre. Deshalb fühlt sich eine Goldene als die meine an, die andere aber als jene von Petra. Ich bin mir sicher, dass sie in vier Jahren in Tokio aufs Podest steigt.
Ob ich da noch dabei sein werde? Sicher. Nur in welcher Funktion ist fraglich. Als Fan oder als Athlet selbst, darüber bin ich mir noch nicht ganz im Klaren. Ich muss meine Situation überdenken – falls sich aber neue Reize finden lassen, werde ich es sicher noch einmal versuchen.“


Zublasing: „Mehr als das Resultat zählt der Werdegang“

Camprianis Lebensgefährtin Petra Zublasing holte im Dreistellungskampf Blech. „Schade, denn in der Qualifikation hatte ich die besten Werte. Doch das Finale ist eben ein anderes Paar Schuhe. Ich denke, dass mir auch ein wenig das nötige Glück gefehlt hat. Im ersten Moment war ich deshalb natürlich enttäuscht, doch je mehr ich alles Revue passieren ließ, desto klarer wurde mir, dass ich in den letzten vier Jahren einen tollen Werdegang gemacht habe, in dem ich starkeResultate erzielt habe und der es mir ermöglicht hat, bei Olympia mit Medaillen-Chancen dabei zu sein. Ich bin froh, das Kapitel Rio erlebt zu haben.“


Eva Lechner: „Ich werde wieder aufstehen“

Mountainbikerin Eva Lechner landete bei ihrem Olympia-Wettkampf auf Platz 18. Die Eppanerin hätte sich mehr erwartet, trotzdem trübt diese Platzierung nicht über die herausragende Karriere hinweg, die die 31-Jährige bisher hingelegt hat. „Ich war körperlich nicht auf der Höhe“, so Lechner, „trotzdem habe ich probiert, alles zu geben, doch mehr war leider nicht drin. In dieser Saison lief nicht alles nach Wunsch, was für mich aber ein großer Ansporn ist, es demnächst besser zu machen. Ich weiß, dass ich mit der Weltspitze mitfahren kann. Deshalb werde ich in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren noch härter an mir arbeiten. Ob es dann für Tokio reicht, werden wir sehen.“



Autor: sportnews

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