Olympia Rio 2016

Tania Cagnotto (Foto federnuoto)

Zahltag: So viel kassieren die Südtiroler Medaillengewinner

Die Olympischen Spiele in Rio sind Geschichte. Aus Südtiroler Sicht waren sie so erfolgreich wie noch nie. Insgesamt heimsten die heimischen Athleten drei Medaillen ein, davon zwei silberne und eine bronzene. Den Gewinnern blüht nun ein wahrhaftiger Geldregen.

Wasserspringerin Tania Cagnotto versüßte sich ihr Karriereende mit Silber im Synchronspringenund Bronze im Einzelspringen vom 3-m-Brett, während Volleyballer Simone Giannelli mit der italienischen Nationalmannschaft Silber holte. Nun dürfen sich die beiden Bozner nicht nur über olympisches Edelmetall, sondern auch über einen kräftigen Schub auf dem eigenen Bankkonto freuen.


Cagnotto sahnt ab

Für eine Goldmedaille schüttet das italienische Olympia-Komitee nämlich 150.000 Euro aus, für eine Silbermedaille 75.000 Euro und für eine Bronzemedaille 50.000 Euro.

Auf die Südtiroler Athleten übertragen bedeutet das also folgendes: Cagnotto erhält satte125.000 Euro als Belohnung, während Giannellium stattliche 75.000 Euro reicher geworden ist. Trotzdem sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen, da die Summen von den italienischen Steuerbehörden als Einkommen gewertet und folglich mit zirka 40% besteuertwerden. Der Wasserspringerin bleiben deshalb netto ungefähr75.000 Euro, während Giannelli um die 45.000 Euro überwiesen bekommt.


Aserbaidschan zahlt Rekordsumme

Italien zeigt sich bei der Ausschüttung der Olympia-Prämien im Gegensatz zu anderen großen Sportnationen sehr spendabel. Deutsche Olympia-Sieger erhalten mit 20.000 Euro vergleichsweise wenig, genauso wie die USA (22.500 Euro), China (28.000 Euro), Frankreich (50.000 Euro) oder Russland (54.000 Euro). Spitzenreiter dieser speziellen Rangliste ist Aserbaidschan, das Radik Isaev, seinerseits Taekwondo-Olympia-Sieger,eine sagenhafte Prämie von 450.000 Euro auszahlt. Indonesiens Gold-Athleten erhalten ebenfalls die stolze Summe von 345.000 Euro.


Olympia-Maskottchen als Goldbelohnung

Es geht aber auch anders: Iran teilt für eine Goldmedaille neben Goldbarren im Wert von 120.000 Euro auch einen chinesischen Sportwagen und ein Grundstück in der Heimatstadt des Sportlers aus. Olympia-Sieger von Südkorea und Ungarn dürfen sich einer lebenslangen Rente erfreuen. Die beiden schwedischen Goldmedaillen-EroberinnenSara Sjöström (Schwimmen, 100 Meter Schmetterling) und Jenny Rissveds (Mountainbike Cross-Counry) bekommen als Belohnung ein großes Olympia-Maskottchen. Großbritannien gibt seinen Sportlern dagegen überhaupt keine Prämie.


SN/td

Autor: sportnews

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