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Verlor im kurvigen Mittelteil – wie fast alle Athleten – enorm viel Zeit: Dominik Paris. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

Bei Kriechmayr-Doppelschlag: Paris vergibt Medaille in den Kurven

Oben schnell, unten schnell, aber in der Mitte (zu) viel Zeit verloren: Dominik Paris kratzte bei der Cortina-Abfahrt am Weltmeistertitel, muss sich jetzt aber ohne Medaille aus Cortina d’Ampezzo verabschieden. Stattdessen gelang einem Österreicher der Doppelschlag.

Der kurvenreiche Mittelteil war die Schlüsselpassage der WM-Abfahrt in Cortina d’Ampezzo. Das wurde spätestens bei der Fahrt von Dominik Paris klar. Der Ultner lag nach dem oberen Teil in Führung, verlor dann aber eineinhalb Sekunden und konnte den Rückstand auch durch ein fulminantes Finish nicht mehr wettmachen. Am Ende muss sich Paris mit Rang 4 begnügen und die Azzurri müssen weiterhin auf die erste Medaille bei der Heim-WM warten.


Am besten erwischte den als „Riesentorlauf-Abschnitt“ verspotteten Mittelteil der Österreicher Vincent Kriechmayr. Der Super-G-Weltmeister ließ seine technische Klasse aufblitzen und feierte einen Start-Ziel-Sieg. Kriechmayr war nämlich mit Nummer 1 in das Rennen gegangen.

Doppel-Weltmeister von Cortina: Vincent Kriechmayr. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

Am meisten zittern musste der Oberösterreicher bei Andreas Sander, der sofort nach Kriechmayr gestartet war. Der Deutsche fuhr stark und hatte Pech, dass er am Ende um eine einzige Hundertstel langsamer war. Bronze sicherte sich der Schweizer Beat Feuz.
Zwei Südtiroler in den Top 6 – Sorgen um Schieder
Ein ordentliches Resultat fuhr Christof Innerhofer ein. Der Gaiser verlor neun Zehntel und landete damit hinter Paris und Marco Odermatt (der junge Schweizer liegt zeitgleich mit dem Ultner auf Rang 4) auf dem 6. Platz. Damit kommen zwei der sechs Abfahrtsschnellsten aus Südtirol. Klar, ein gutes Ergebnis. Doch bei einer Weltmeisterschaft zählen halt nur die ersten drei Positionen.

Florian Schieder, der dritte Südtiroler im Bunde, kam nicht in das Ziel. Der Kastelruther kam zu Sturz und es verdrehte ihm dabei böse das Knie. Zwar konnte Schieder nach einer ersten Betreuung durch Sanitäter und Helfer von selbst aufstehen, doch der Verdacht einer Knieverletzung steht im Raum.


Autor: cst

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