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Schon beim Runterfahren nach seinem Ausscheiden merkte man Alexis Pinturault seine Gefühlslage an. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

Der Fluch geht weiter: Pinturault am Boden zerstört

Der haushohe Favorit, eine überlegene Fahrt im ersten Durchgang – und doch hat es nicht gereicht. Alexis Pinturault und der WM-Riesentorlauf werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Nach dem Drama in Cortina d’Ampezzo ist der Franzose am Boden zerstört.

Bei der WM 2015 in Beaver Creek (USA) holte sich Pinturault die Bronzemedaille. 2017 ging der zweite Lauf in St. Moritz in die Hose – von Platz 3 wurde er auf Platz 7 zurückgereicht. 2019 in Åre hatte Pinturault dieselbe Ausgangslage wie am Freitag in Cortina: Nach dem ersten Durchgang auf Platz 1 musste er sich am Ende mit Bronze begnügen. Zur Erinnerung: Dieses Mal schied Pinturault nach wenigen Toren aus.


Hier geht es zum ausführlichen Rennbericht.


Das Warten auf die erste Goldmedaille in seiner Paradedisziplin geht also weiter. „Ich bin natürlich sehr, sehr enttäuscht. Ich habe die Chance gehabt, diese Erfahrungen hinter mir zu lassen. Åre ist zwei Jahre her. Ich habe mich ziemlich gut gefühlt, war wirklich entschlossen. Leider war ich bei der Anfahrt zu diesem Tor etwas zu ungeduldig“, sagte Pinturault. „Mit drei Siegen im Riesentorlauf war ich der klare Favorit. Vielleicht habe ich das nicht genug von mir wegschieben können.“

Nach dem Rennen stellte sich Pinturault tapfer den Fragen der Journalisten. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Slalom als letzte Hoffnung auf Gold
Am Sonntag steht nun der Slalom an. Wieder eine Disziplin, die der Allrounder Pinturault großartig beherrscht. Im Favoritenkreis auf eine Medaille ist der Franzose drin – nur dieses Mal ist dieser deutlich größer. „Da wartet ein neuer Kurs. Es ist ein Kurs, wo auch ein Außenseiter gewinnen kann. Es gibt Möglichkeiten, aber es gibt eine Menge guter Leute in der Disziplin“, betonte Pinturault.

Trotz all dem Frust und all der Trauer freute sich Pinturault für seinen Landsmann Mathieu Faivre, der sich in Cortina überraschend zum Weltmeister kürte. „Ich ziehe meinen großen Hut vor ihm. Er hat zuletzt viel weitergebracht im Riesentorlauf. Ich weiß, dass er im Training einige gute Sachen auf den Skiern macht.“

Autor: fs/apa

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