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Kajsa Vickhoff Lie und Kristin Lysdahl trauern um Tor Arvid Holtermann Semb. © Alpine Team Norway

„Ein großartiger Mann“: Todesfall betrübt norwegisches Skiteam

Ausgerechnet bei der Ski-Weltmeisterschaft erschüttert ein Todesfall das norwegische Damen-Team. Die Trauer bei den Athletinnen ist ob des plötzlichen Todes eines langjährigen Weggefährten groß.

Als am Dienstag keine Norwegerin den Sprung ins Finale des Parallel-Rennens schaffte, hielt sich die Enttäuschung bei Kristin Lysdahl & Co. in Grenzen. Sie waren mit ihren Gedanken bei einem kürzlich verstorbenen Teammitglied. „Ich weine nicht wegen des schlechten Skifahrens“, trauerte Lysdahl im Ziel, nachdem sie die Quali-Hürde nicht genommen hatte: „Es ist einfach ein großartiger Mann gestorben.“


Sie spricht den Tod von Tor Arvid Holtermann Semb an, der jahrelang als Servicemann im Europacup aktiv war und das junge Team um Kajsa Vickhoff Lie an die Weltspitze geführt hat. Kürzlich starb Semb im Alter von 59 Jahren an den Folgen einer langen Krankheit. „Wir haben einen Menschen verloren, der viele von uns zahlreiche Jahre begleitet hat. Er war für die gesamte Gruppe eine wichtige Stütze“, erinnert sich Thea Louise Stjernesund. Sie habe mit ihm viele Stunden im Skiraum verbracht und mit ihm über das Leben gesprochen. „Es ist ein bisschen seltsam, dass er nicht mehr hier ist.“

Der Tod kam trotz Sembs Krankheit unerwartet: „Ich denke, wir haben ihn alle während der Corona-Pandemie angerufen, weil wir wussten, dass es vielleicht nicht gut gehen könnte. Aber wir dachten nicht, dass es so schnell gehen würde“, erzählt Stjernesund. Sie hatte die Hoffnung, ihn nach dem Saisonende zu sehen. Diese Pläne wurden vom plötzlichen Tod durchkreuzt. Jetzt will das Team mit guten Leistungen Semb gedenken.

Autor: leo

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