L Ski-WM 2021

Alex Vinatzer zeigte eine tolle Leistung, die Krönung blieb ihm aber verwehrt. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

Ein lachendes und ein weinendes Auge bei Alex Vinatzer

Südtirol ist bei der Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo leer ausgegangen. Beinahe hätte Alex Vinatzer noch zugeschlagen, doch der Youngster musste sich am Sonntag im abschließenden Slalom mit „Blech“ zufriedengeben.

Die Saison des Alex Vinatzer verlief bisher turbulent: Zum Auftakt gab es mit Platz vier und drei in Alta Badia und Madonna di Campiglio gleich zwei Bombenergebnisse, danach geriet aber unerklärlicherweise Sand ins Getriebe (in sechs Rennen holte der Grödner nur ein Mal Weltcuppunkte), was ihn ordentlich ins Grübeln brachte. Nun aber meldete sich der 21-Jährige ausgerechnet bei der Weltmeisterschaft zurück und verpasste um ein Haar die Sensation, sprich die Medaillenplätze.


„Bitter ist es schon. Ein vierter Platz bei einer Weltmeisterschaft tut immer weh“, so Vinatzer nach dem Rennen. „Andererseits hatte ich acht Zehntelsekunden Rückstand auf das Podium und muss sagen, dass ich viel mehr nicht hätte machen können. Im zweiten Durchgang wurde die Piste mit viel Salz präpariert, auf diesem Untergrund bin ich noch nicht so gut.“ Maßlos enttäuscht war der 21-Jährige aus Wolkenstein aber nicht, im Gegenteil: „Dieses Ergebnis gibt mir viel Selbstvertrauen nach einem Jänner, der für mich sehr schwierig war.“

>>> Den Rennbericht gibt es hier <<<

Nach dem ersten Durchgang lag Vinatzer auf Rang zwei und somit in Pole Position für eine Medaille. Warum es für das Edelmetall nicht gereicht hat? „Auf der salzigen Piste habe ich mich nicht gut zurechtgefunden. Der Rhythmus passte schon am Anfang nicht, zudem haben sich einige Fehlerchen eingeschlichen. Die anderen waren bei diesen Bedingungen einfach besser. Ich muss aber dem Veranstalter ein Kompliment machen: Bei solchen Temperaturen eine gute Piste hinzubekommen, ist nicht einfach. Schade, dass keine Zuschauer dabei sein konnten.“

Bei der WM nicht vom Glück verfolgt
Die WM-Bilanz von Italien ist mit zwei Medaillen (Marta Bassino holte im Parallelrennen Gold, Luca De Aliprandini im Riesentorlauf Silber) durchwachsen. Südtirol blieb indes ohne Edelmetall. Bei Weltmeisterschaften waren die heimischen Athleten in den letzten Jahren nicht unbedingt vom Glück verfolgt: Zwar holte Dominik Paris in Åre Super-G-Gold und Alex Vinatzer und Simon Maurberger im Teamevent Bronze, ansonsten gab es aber weder in St. Moritz (2017) noch in Vail/Beaver Creek (2015) eine Medaille.

Schlagwörter: Ski-WM 2021

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2021 Sportnews - IT00853870210