L Ski-WM 2021

FIS-Renndirektor Markus Waldner versicherte Änderungen an der Kurssetzung. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

FIS reagiert auf Athleten-Kritik

Das erste Abtasten der Ski-Herren mit der Abfahrtsstrecke „Vertigine“ in Cortina d'Ampezzo hat die Gemüter hochgehen lassen. Wie von vielen Athleten nach dem Training gewünscht, wird die Kurssetzung an jener Passage vor dem Sprung, die sich schon im Super-G als sehr speziell herausgestellt hat, und an zwei weiteren Abschnitten nochmals umgesetzt.

„Unsere Philosophie war von vornherein, einen sehr sicheren Weg zu wählen. Das war der Plan. Es war schwer einzuschätzen. Wir werden ein paar Tore öffnen, am Samstag wird es perfekt sein und mehr Spaß machen“, sagte FIS-Chef-Renndirektor Markus Waldner.


Nach dem ersten Training war vor allem Dominik Paris stinksauer gewesen: „Da ist keine WM-würdige Abfahrt, in einer Abfahrt brauchen wir offene Kurven. Mir tut es ein bissel im Herzen weh.“ Es sei so drehend gesetzt, dass es einem fast die Bandscheiben raushaue. „Im Athleten-Chat wird es heute sicher rund gehen“, vermutete auch der Schweizer Beat Feuz, der anmerkte, dass die Fans so keinen Spaß beim Zuschauen hätten.

Die FIS erstickt die Diskussionen im Keim
Der Internationale Skiverband erstickte die Diskussionen im Keim, in dem er direkt nach dem Training erklärte, dass es immer der Plan gewesen sei, sich das erst einmal anzuschauen und dann umzusetzen. Man habe keine Erfahrungswerte auf der Strecke und nach dem Super-G nur wenig Zeit gehabt. „Wir haben es runder gesetzt, damit wir hundertprozentig sicher sind, dass wir keinen Sturz haben. Es war ein Herantasten, wir wollten nicht riskieren, dass wir gute Läufer verlieren“, sagte Kurssetzer Hannes Trinkl und zeigte Verständnis. „Klar, wenn ich Läufer bin, bin ich auch fuchsteufelswild.“

Autor: apa

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