L Ski-WM 2021

Flavio Roda zieht eine Bilanz. © Pentaphoto

Italiens Ski-Boss Flavio Roda: „Habe mir mehr erwartet“

Groß waren die Erwartungen der Azzurri vor der Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo, doch am Ende ist man hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Vor der Heim-WM sprach FISI-Präsident Flavio Roda klare Worte: Mehr als drei Medaillen erwarte er sich von seinen Schützlingen in Cortina d’Ampezzo. Am Ende sind es zwei geworden: Marta Bassino gewann im umstrittenen Parallelbewerb die Goldene, Luca De Aliprandini holte sich im Riesentorlauf überraschend Silber.


Roda machte zwar einige positive Punkte aus, seine Bilanz fällt aber nicht allzu rosig aus. „Der positive Aspekt der WM betrifft das Herren-Lager, das zuletzt Probleme hatte, in Cortina aber ein starkes Zeichen setzte. Nicht nur wegen der Silbermedaille von De Aliprandini. Auch ansonsten waren die Burschen immer gut im Rennen“, so Roda im Interview mit Rai Sport.

Zu viel geredet
Nicht ganz zufrieden war er mit dem Abschneiden des Damenteams: „Von den Damen haben wir uns alle mehr erwartet, auch wenn die Goldmedaille von Bassino sehr schön ist.“ Der Ausfall von Sofia Goggia habe eine Rolle gespielt: „Goggias Abwesenheit hat weh getan, das haben wir gespürt. Vielleicht wurde manchmal auch zu viel geredet, anstatt ans Skifahren zu denken“, so die klaren Worte von Roda, die wohl an Federica Brignone und deren Ausraster nach dem Parallelbewerb gerichtet sein dürften.

„Ich habe mir mehr erwartet, muss ich ehrlich sagen. Natürlich: Etwas Unvermögen und Unglück war auch immer dabei. Vom organisatorischen her war es eine großartige Weltmeisterschaft, die wir mit einigen weiteren Medaillen hätten würdigen wollen. Mit Italien ist zu rechnen, doch bei den Großanlässen tun wir uns immer etwas schwer.“

Autor: det

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